Jonas Boldt ist erst vor wenigen Wochen in Hannover gelandet, doch schon jetzt trägt das Auftreten von 96 seine Handschrift. Derzeit gibt es keinerlei Getuschel rund um die Mannschaft und auch mit Blick auf die anstehende Transferphase tappen alle im Dunkeln.
Die Presselandschaft sieht sich genötigt, Namen wie den von Luca Waldschmidt auf Basis eigener Analysen ins Spiel zu bringen, um ihre Leserschaft bei Laune zu halten. Andere Gerüchte, wie jenes um Cedric Teuchert, entstehen, weil sich der Spieler in einem Interview mehr oder weniger selbst ins Spiel bringt.
Jonas Boldt: Ruhe, die dem Verein guttut
Handfestes dringt allerdings nicht nach außen. Sicherlich wäre eine brodelnde Gerüchteküche – an der dann auch tatsächlich etwas dran wäre – für uns Fans durchaus etwas Nettes. Tatsächlich spricht das Durchsickern von Informationen jedoch eher für unsaubere oder wenig souveräne Arbeit innerhalb eines Vereins. Unter Boldt scheint davon keine Spur zu sein, im Gegenteil. Still und heimlich wird die Kaufoption für Yokota gezogen, verbunden mit dem Ziel, ihn langfristig in der Landeshauptstadt zu halten. Ein Schachzug mit Signalwirkung.
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Gestern wurde dann auch noch der Vertrag mit Identifikationsfigur Leo Weinkauf verlängert – auch für die Fans ein kleines Bonbon.
Wir Anhänger von Hannover 96 waren lange Zeit daran gewöhnt, dass solche Schritte öffentlich ausgeschlachtet werden. Umso erfreulicher ist es, dass dies inzwischen nicht mehr der Fall ist. Selbst zu Zeiten von Mann war der mediale Aufruhr deutlich größer.
Taktische Herangehensweise überzeugt
Eine weitere Tatsache, die mich sehr optimistisch stimmt, ist das taktische Geschick von Boldt. Glaubt man den Medienberichten, ist es ihm gelungen, bei Martin Kind eine Aufstockung des Etats zu erwirken. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern soll Boldt konkrete Namen vorgelegt und gleichzeitig aufgezeigt haben, wie diese Spieler die Mannschaft von Hannover 96 verstärken könnten. Das deutet darauf hin, dass man im Hintergrund bereits an mehreren Personalien arbeitet.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Hannover 96 mit der Öffnung des Transferfensters am 1. Juli loslegt wie die Feuerwehr, ähnlich wie in der vergangenen Sommertransferperiode. Zudem dürfte der Verein bereits kurzfristig von Boldts starkem Netzwerk profitieren. Ich blicke daher sehr positiv in die Zukunft und bin überzeugt, dass Hannover 96 bis zum Start der neuen Saison ein starkes Bild abgeben wird.
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