90 Minuten mit Altin Lala – Der neue 96Freunde-Podcast

Abschied nach 14 Jahren bei Hannover 96: Altin Lala, Aufstiegsheld und Kapitän, wird von seinen Teamkollegen bejubelt. Foto: Imago

Zum Start in die neue Woche wollen wir euch etwas Ablenkung von Corona bieten: Wir sprechen mit dem ehemaligen 96-Kapitän und Publikumsliebling Altin Lala – und erfahren dabei spannende, lustige und nachdenklich stimmende Anekdoten über ihn und seine früheren Mitspieler bei Hannover 96.

In diesem Podcast sprechen Christian und Dennis 90 Minuten lang – so lange wie ein Bundesligaspiel dauert – mit Altin Lala. Lala spricht über seinen ersten Job als Möbelpacker, den Bundesligaaufstieg an der Seite von Jan Simak und Steve Cherundolo, sein einziges Bundesligator beim 5:0 von Hannover 96 gegen Hertha BSC Berlin, die Choreografie zu seinem Abschied 2012 und natürlich darüber, was er als 96-Legende im Ruhestand zurzeit macht.

Jetzt in den neuen Podcast mit Altin Lala reinhören:

„Meinen Eltern hatte ich nichts von meiner Flucht erzählt“

Lalas Flucht aus Albanien nach Deutschland war spektakulär. Bei einem Länderspiel der albanischen U16 in Deutschland setzte sich der jugendliche Altin ab. Mit Jobs als Möbelpacker und im Lager von Media Markt schlug er sich durch. Währenddessen lernte er fleißig deutsch und spielte nebenbei Fußball – wenn er nicht gerade im Lager arbeitete oder schlief.

Zwei Tore in seinen ersten drei Spielen für Hannover 96

Seit 1998 kickte Lala für die „Roten“ – seine Karriere begann kurios: Mit zwei Toren in seinen ersten drei Spielen schien Lala der neue Torjägerstern am hannoverschen Himmel zu sein. Auch wenn er diese Quote nicht ganz durchhalten konnte – in der Saison 2001/2002 gelang unter Ralf Rangnick der Aufstieg. 75 Punkte, 93:37 Tore, 22 Siege aus 34 Spielen – Lala gerät ins Schwärmen, wenn er an die Zeit zurückdenkt. „Es war die beste Truppe, mit der ich zusammen gespielt habe“, sagt er rückblickend. Zusammen mit Jan Simak, Nebosja Krupnikovic, Jiri Kaufman, Daniel Stendel, Steve Cherundolo und Jörg Sievers schaffte Lala der Aufstieg.

Von den Mitspielern respektiert, von den Gegenspielern gefürchtet

In den Jahren 2004 bis 2007 trug Lala die Kapitänsbinde. Von seinen Mitspielern respektiert, von den Gegenspielern gefürchtet – auf diese Formel lässt sich Lalas damalige Zeit bei Hannover 96 wohl am besten bringen. Wenn Lala gemeinsam mit Jaime oder De Guzman im defensiven Mittelfeld auflief, warteten zwei bissige, kleine, aber unglaublich abgebrühte Kämpfer auf den Gegner. „Der gegnerische Zehner hatte Angst vor uns“, lacht Lala, wenn er über die Zweikampfführung von Jaime, De Guzman und ihm berichtet. Anfang 2007 brachte er beim 5:0 gegen Hertha BSC Berlin das Niedersachsenstadion zum Beben: Er erzielte sein erstes und einziges Bundesligator für die „Roten“! 2007 gab Lala die Kapitänsbinde an Robert Enke weiter.

Altin Lala gilt zurecht als 96-Legende. Hier bejubelt er sein einziges Bundesliga-Tor beim 5:0 gegen Hertha BSC Berlin. Foto: Imago

Die Choreo von Nordkurve und Westtribüne als Krönung

Im Mai 2012, wenige Wochen nach den unvergesslichen Erfolgen in der Europa League, machte Altin Lala sein letztes Spiel für Hannover 96. „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören – und das habe ich geschafft“, sagt Lala. Tatsächlich hat er den wohl perfekten Zeitpunkt erwischt:  96 qualifizierte sich durch einen 2:1-Heimsieg gegen Kaiserslautern ein zweites Mal für die Europa League. Perfekter hätte das Timing nicht sein können. Mit einer spektakulären Choreografie verabschiedeten die Fans den ehemaligen 96-Kapitän. Altin Lala hat bis heute Gänsehaut, wenn er davon erzählt. Das hört man an seiner Stimme im Podcast. „Das war nicht selbstverständlich!“, blickt er auf seinen gelungenen Abschied bei Hannover 96 zurück.

Das und mehr hört ihr in Folge 32 von 96Freunde – der Hannover-Podcast: 90 Minuten mit Altin Lala. Jetzt reinhören!

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