Die langwierige Länderspielpause hat Hannover 96 gutgetan, das konnte man auf dem Platz in Paderborn über die volle Distanz erkennen. Dank einer erwachsenen und abgebrühten Leistung gewinnt man beim Tabellenführer verdient mit 2:0 und zeigt den vorschnellen Kritikern, dass man völlig zu Recht als Spitzenteam in der 2. Bundesliga gehandelt wird. Dieser Tatsache müssen sich auch einige eigene Fans stellen.
Das Spiel wollen wir an einer anderen Stelle ausführlich beleuchten. Nur so viel: Unser finnischer Bulldozer Källman ist eine wahre Maschine. Ein Stürmerproblem gibt es in den Reihen von Hannover 96 nicht mehr, mit acht Buden nach 13 Spielen liegt er derzeit auf dem dritten Platz des ligaweiten Torjäger-Rankings. Mit nunmehr 24 Zählern auf dem Konto ist man in absoluter Schlagdistanz zum Tabellenführer (29 Punkte).
Damit Hannover 96 den vollen Schwung in den Jahresendspurt mitnehmen kann, ist eine Sache jedoch unabdingbar: Der Rückhalt der eigenen Fans. Damit wir uns nicht falsch verstehen, der wahre Support auf den Rängen ist in dieser Saison erstklassig! Das Niedersachsenstadion ist durchschnittlich zu 94 Prozent gefüllt, bereits vier der sechs Heimspiele waren ausverkauft – ein gigantischer Wert! Auch auswärts zeigen wird mit durchschnittlich 2.517 Schlachtenbummlern ein absolut stabiles Bild, doch all diese Zahlen werden durch die „Internetrambos“ zerstört.
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Welch einen Schmarn musste man nach der Niederlage gegen Darmstadt in den digitalen Sphären lesen. Dass man den Spielern von Hannover 96 die Qualität absprach, war noch das harmloseste. Abgesehen davon, dass diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht, hat diese Missgunst meiner Meinung nach nichts mit Fanwesen zu tun. Ich definiere einen Fan als jemanden, der durchaus seine sachliche Kritik äußern darf und sich nach etwaigen Leistungen wie gegen Darmstadt enttäuscht zeigen darf beziehungsweise enttäuscht sein muss. Dass wir in Wallungen geraten, ist wohl selbstverständlich.
Hannover 96 braucht den vollen Rückhalt
Der wahre Fan zeigt sich jedoch in seiner Reflexion und der unerbittlichen Unterstützung für Hannover 96. „Mund abwischen und weitermachen“ ist nicht nur ein Motto auf dem Platz, es gilt auch auf den Rängen. Gerade in schwierigen Zeiten müssen Fans und Verein zusammen rudern… Diese Zeilen klingen, als würde Hannover 96 im Abstiegskampf stecken. Es ist eigentlich eine Schmach, sie bei einem fünften Tabellenplatz formulieren zu müssen – dennoch sind die Worte angebracht und notwendig!
Den Jungs auf dem Platz fehlende Motivation und Desinteresse an Hannover 96 zu unterstellen, ist eine Schande! Noch schlimmer ist die Tatsache, dass man sich einen einzelnen Sündenbock herauspickt und im Internet – alles schön anonym – auf ihn draufhaut. Alles von den eigenen „Fans“. Aber seien wir ehrlich, jene Personen stehen mehr auf Clicks und digitale Aufmerksamkeit, als dass sie am Erfolg unserer Roten interessiert sind… Traurig, aber wahr. Solche Leute gibt es im Umfeld eines jeden Vereins, wir sind also kein trauriger Einzelfall.
Wer glaubt, dass vor allem die jungen Spieler die Inhalte auf „X“, „Instagram“, „TikTok“ und Co. nicht wahrnehmen, lebt im Märchenland.
Umso wichtiger ist es, dass die treuen Anhänger, egal ob sie jede Woche den Weg ins Stadion finden, vor dem Radio hängen oder moralische Unterstützung leisten, zusammenhalten und geschlossen hinter der Mannschaft stehen. Wir müssen Hannover 96 nicht kleinreden, sondern können jede Woche mit breiter Brust auftreten. Aufstieg hin oder her. Wir sind noch immer Fans von Hannover 96, einem der größten Vereine in der Bundesliga.
Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!
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Was für ein Artikel. Und was für ein Gefühl, das man als 96er im Herzen trägt. Genau so sieht echte Leidenschaft aus. Und ja, ich sage es ganz direkt, wir Fans dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Nach so einem Sieg beim Spitzenreiter sollte jedem klar sein, dass unsere Mannschaft lebt. Dass sie brennt. Und dass sie absolut das Zeug dazu hat, ganz oben mitzuspielen. Was die Jungs in Paderborn gezeigt haben, war kein Zufall. Das war Kampfgeist, Wille und Stolz auf dem Trikot. Diese Mannschaft hat Charakter.
Unser Källman vorne ist ein echter Büffel. Der rennt, beißt, haut sich rein und macht die Dinger. So einen Stürmer willst du doch im Team haben, wenn es eng wird. Und es wird eng in dieser Liga. Aber genau da zeigt sich, wofür Hannover 96 steht. Wir haben Qualität, Herz und das richtige Mindset, Dinge wieder geradezubiegen. Auch wenn mal ein Spiel daneben geht.
Was wir jetzt aber mehr denn je brauchen, ist Zusammenhalt. Kein Jammern im Netz, kein Draufhauen auf einzelne Spieler. Das bringt niemanden weiter. Das Team fühlt so etwas, gerade die jungen Kerle. Und wir wollen doch, dass sie stark bleiben. Dass sie stolz sind, für die Roten aufzulaufen. Dass sie spüren, dass wir hinter ihnen stehen, auch wenn nicht alles glatt läuft.
Wir haben einen richtig guten Kader, wir sind oben dran, wir spielen mutig und wir können jede Woche etwas bewegen. Lasst uns also weiter Vollgas geben. Im Stadion, am Radio, vor dem Fernseher. Lasst uns laut sein, positiv, stabil. Denn wir glauben an den Umschwung. Und wir glauben an Hannover 96.
Niemals allein. 🔴⚫️