Neues Jahr, neues Glück? Sandhausen als Aufbaugegner für einen straffen Januar

Das Jahr ist nur wenige Stunden alt und schon geht es für Hannover 96 wieder rund. Doch das Wichtigste zuerst – wir wünschen allen Fans ein frohes Neues, alle Gesundheit und alles Glück der Welt für das kommende Jahr. Einen ersten Glücksmoment könnte es schon am morgigen Sonntag geben, sofern die Kocak-Elf gegen seinen Ex-Club aus Sandhausen einen couragierten und engagierten Auftritt hinlegt. Das Duell gegen den Tabellen-16. ist der Auftakt in einen straffen Januar – mit sechs Partien.

Es ist also viel drin in diesem Monat. Man kann viel an Boden gutmachen, gleichzeitig ist die Fallhöhe aber auch gigantisch. Die ersten drei Zähle der 18 möglichen sollen am morgigen Sonntag eingefahren werden, die Karten stehen gar nicht so schlecht. Daheim sind die Niedersachsen bekanntlich um einiges besser, aus den sechs Duellen in der HDI-Arena holte man 13 Zähler. Im letzten Heimspiel setzte man sich souverän mit 2:0 gegen die besser positionierten Bochumer durch, hieran lässt sich anknüpfen. Die Sandhäuser sind derweil auffällig schwach in der Fremde (noch schwächer als 96). Das Team von Michael Schiele ergatterte aus sechs Auswärtsspielen lediglich drei Pünktchen.

Der Januar wird ein entscheidender Monat – Kocak will mit Hannover 96 in den kommenden Tagen an Boden gutmachen

Darüber hinaus durchläuft der SVS ein mächtiges Formtief. Die letzten drei Spiele gingen allesamt verloren, das Torverhältnis lautet null zu neun! Von den letzten sechs Spielen verlor man fünf! Die Rolle des Aufbaugegners dürfte ausnahmsweise nicht 96 innehaben. Schmerzen tut der Ausfall von Linksverteidiger Diego Contento, welcher eine Rotsperre absitzen muss. Geeigneten Ersatz haben die Sandhäuser nicht, das Tempospiel über den rechten Flügel könnte also erneut der Dosenöffner sein.

Die Schwäche des Gegners ist aber vollkommen irrelevant, solange Hannover 96 nicht zum eigenen Spiel findet. Unter der Woche hat Kenan Kocak seinem Frust freie Bahn gelassen und sich mächtig über die Transferpolitik echauffiert. Mit den Transfers aus dem Sommer ist der 39-Jährige unzufrieden, Verstärkungen müssen her. Dies ist jedenfalls seine Meinung. Fakt ist: Gegen Sandhausen muss es die bekannte Truppe richten. Die Karten bezüglich einer Einsatzzeit scheinen völlig offen, weder Topscorer Marvin Ducksch noch ein Jaka Bijol, dessen Verpflichtung aufgrund (anscheinend) zu vieler Fehler schon jetzt nur noch bedingt in Betracht gezogen wird können sich sicher sein. Die wichtigste Konstante wird zwischen den Pfosten zurückkehren. Auch wenn Ratajczak keinen schlechten Job gemacht hat, mit Michael Esser gewinnen die Roten an Qualität zurück. Gegen die ohnehin harmlosen Sandhäuser ist die Null hinten umso wichtiger. Alles andere wäre ein Beinbruch für das Selbstvertrauen.

In der Offensive muss man nach wie vor den Ausfall von Linton Maina kompensieren. Gegen die löchrige Hintermannschaft des Gegners wäre sein Einsatz immens wichtig, höchstwahrscheinlich wird Kingsley Schindler in seine Fußstapfen treten müssen. Die Option Twumasi hat sich Kocak mehr oder weniger selbst verbaut – mit der öffentlichen Kritik an ihm und auch an Falette dürfte deren Zeit im roten Trikot vorzeitig beendet sein. Für die kommende Partie wird es außerdem wichtig sein, dass die Jungs einfach mal draufhalten. Egal aus welcher Position. Das Duo Weydandt/Ducksch ist für das Klein Klein im gegnerischen Sechszehner bekannt – dies kann man sich nicht länger erlauben. Rick Wulle, der gegnerische Schlussmann, ist alles andere als ein Bollwerk. Entsprechend muss der Trainer die Offensivspieler einstellten. Dies bedeutet möglichst viele Abschlüsse, die DNA der Stürmer muss sich dringend verändern. Wenn dies nicht gelingt, spricht alles für ein Unentschieden. Andernfalls stehen die Karten für einen erfolgreichen Start in das neue Jahr gut.

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