Kein Vergleich zu 2004: Aber mit dem Derbysieg hat Hannnover 96 einen „kleinen goldenen Oktober“ erlebt

Sie waren die Protagonisten des goldenen Herbstes 2004: Thomas Christiansen (von links), Silvio Schröter und Steven Cherundolo hatten oft Grund zum Jubeln.

Der Monat Oktober geht heute zu Ende. Aus meteorologischer Sicht war es kein goldener Oktober. Sonnige Tage mit entsprechendem Licht, das auf gelbbraunes Laub scheint, gab es ziemlich selten. Sportlich gesehen hat der Oktober schon eine Bedeutung für Hannover 96 – kam der Derbysieg gegen Eintracht Braunschweig doch zum goldrichtigen Zeitpunkt. Und wenn wir schon bei diesem Thema sind: „Goldener Oktober“ galt für die Hannoveraner auch im Herbst 2004. Wegen der großen Resonanz, die die 96-Freunde-Redaktion vor einem Jahr auf einen entsprechenden Artikel erhielt, soll der Text vom Oktober 2019 hier auch nochmal eine Rolle spielen.

Auswärts wieder versagt und nun am 3. Oktober das Derby gegen Braunschweig? Es hätte für die „Roten“ eine Negativspirale in Gang setzen können, nach der die aktuelle Zweitliga-Saison vielleicht nicht so positiv verlaufen wäre wie sie es aktuell tut. Nach der Pleite in Osnabrück (1:2) stand 96 am 3. Spieltag gegen die Eintracht durchaus unter Druck. Pessimisten dürften sich nach dem zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand schon bestätigt fühlen – aber nur für wenigen Minuten. Dann schlug 96 durch Linto Maina, nach einem beherzten Sololauf von Genki Haraguchi, zurück und drehte schließlich das Spiel zum 4:1-Erfolg.

Auch das letzte Spiel im Oktober am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf verlief äußerst erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak bezwang die Rheinländer verdient mit 3:0 – und war dabei sogar so überlegen, dass die Gäste in den 90 Minuten tatsächlich nicht einen einzigen Torschuss zustande brachten. Trotz dieser runden Sache kommt der Oktober 2020, auch wegen der zwischenzeitlichen Auswärtsniederlage in Paderborn sowie einer geringen Anzahl an Partien in diesem Monat, natürlich nicht an den Oktober 2004 heran.

Ewald Lienen feierte mit Hannover 96 im Oktober fünf Bundesligasiege am Stück

Mit Beginn des neuen Monats, am 2. Oktober 2004, begannen goldene Wochen für die Hannoveraner. Die 96er feierten fünf Siege am Stück. Nach dem Sieg in Rostock (3:1) folgten ein 3:0 im Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg und ein 2:0 bei Borussia Mönchengladbach. Dass es besondere Tage aus 96-Sicht sind, wurde in der Partie bei den „Fohlen“ deutlich. Torschützen waren Per Mertesacker mit dem Fuß und Steven Cherundolo per Kopf (!).

In dieser taktischen Aufstellung bestritt 96 damals viele Partien im goldenen Oktober 2004:

Enke – Cherundolo, Mertesacker, Zuraw, Tarnat – Schröter, Lala, de Guzmann, Krupnikovic  –  Stendel, Christiansen. Ersatzbank: Juric, Vinicius, Stefulj, Schneider, Leandro, Stajner

Am Ende des Oktobers steht Hannover 96 einen Tabellenplatz vor Bayern München

Die Siegesserie setzte sich fort auf fünf Erfolge in Serie, nachdem die Heimspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1) und den VfL Bochum (3:0) gewonnen wurden. Die „Roten“ schlossen den Oktober spektakulär mit 15 Punkten aus fünf Partien und einem Torverhältnis von 14:2 ab. Die Tabelle nach dem 11. Spieltag: Hannover 96 ist Vierter mit 20 Punkten – punktgleich mit den Bayern, aber einen Rang vor dem deutschen Rekordmeister.

Diese Platzierung hielten die Roten auch nach dem 16. Spieltag, in der Rückrunde lief dann nicht mehr viel zusammen. Aus zwischenzeitlichen Europapokal-Träumereien wurde am Saisonende nur ein 10. Platz.

Trainer in der Saison 2004/2005 ist übrigens Ewald Lienen. Über sein erfolgreiches Hannover-Kapitel und die angenehmen Erinnerungen an seine Zeit als 96-Chefcoach hat Ewald Lienen vor wenigen Wochen in unserem Podcast gesprochen. 

Hier könnt ihr den Podcast mit Ewald Lienen anhören:

Zum Weiterlesen: Ewald Lienen im Gespräch über seine Zeit in Hannover, über seinen Zögling Per Mertesacker und über die Zukunft unserer Gesellschaft: „Ich wäre gerne länger geblieben“

Zum Weiterlesen: „Martin Kind sollte Altin Lala und Steven Cherundolo eine Chance geben“

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