Hannover 96 schlägt Dynamo Dresden – Eine Analyse

Mit seinem Tor sorgte er für den 96-Sieg: Kenan Karaman. Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images.





Hannover – Am Sonntag gewinnt Hannover 96 mit 2:1 im Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden. Verdient? Das wollen wir euch erklären. Herzlich Willkommen zur 96. Minute – Die Spielanalyse von und mit Tim Block. Hier fassen wir nach jedem Spiel die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Mit seinem Tor sorgte er für den 96-Sieg: Kenan Karaman. Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images.




4-2-3-1 getarnt als 4-4-2

Hannover 96 fuhr im vierten  Spiel der Rückrunde nach Dresden und traf dort auf eine spielstarke Heimmannschaft. Eine Entscheidung Daniel Stendels sorgte für überraschte Gesichter. Der Trainer ließ den zweiten Stürmer auf der Bank und brachte den spielstarken Iver Fossum dafür von Beginn an. Verkauft wurde uns das am Anfang als ein 4-2-3-1, jenes aber keines war. Denn der norwegische Spielgestalter rückte oft auf Martin Harnik auf, um die ballnahen und ballführenden Spieler des Gegners anzulaufen und zu stören.

Wenig Zugriff auf den Außenbahnen

Im Laufe der ersten Halbzeit, zeigte sich das Können der Hausherren, Druck über die Außenpositionen erzeugen zu können. Die Außenverteidiger übergingen unsere offensiven Außenbahnspieler ( Noah Joel Sarenren Bazee und Felix Klaus) mit Ablagen auf die nachrückenden Zentrumsspieler der Sachsen. Hierbei wurde häufig der entblößte Zwischenlinienraum angespielt, aus dem Marvin Bakalorz häufig herauseilen musste. Denn Sarenren Bazee ließ seinen Gegenspieler neu oft ziehen und arbeitete generell nicht viel nach hinten. Außerdem konnten die Dresdener den offensiven Achter, Aios Aosman, immer wieder gut ins Kombinationsspiel einbinden. Ihm gelang es dann durch seine variablen Bewegungen und seine Offensive Power das 96-Spiel stark zu gefährden.

Anton überzeugt rechts defensiv

Waldemar Anton lief für den verletzten Oliver Sorg auf der Rechtsverteidigerposition. Über die gesamte Spielzeit löste er viele Szenen individuell großartig. Der Youngster spielte tolle horizontalen Pässe mit dosiertem Druck auf die freistehenden Spieler und nahm Marvin Stefaniak durch seine Mannorientierung gut aus dem Spiel. Unter Strich stand ein mehr als ordentliches Spiel der „Allroundbestie“.  Allerdings machte die starke Orientierung von Sarenren Bazee an Marco Hartmann, den Weg für den starken Dresdner Linksverteidiger, Philip Heise, komplett frei gemacht wurde. Da half auch Iver Fossums Laufbereitschaft nicht viel. Auch die von der 96-Offenisve provozierten langen Bälle bereiteten der Mannschaft  defensiv ab und an Probleme. Es gelang Aosman viele unserer Defensivakteure an sich zu binden und so den kopfballstarken Stefan Kutschke zu unterstützen.

Joker bringen Ballsicherheit und drei Punkte

Spätestens nach diesem Spiel sollte jeder gesehen haben, wie wichtig Miiko Albornoz und Kenan Karaman für Hannover 96 sind. Das „Wichtigsein“ macht sich nicht immer nur durch schnelle Sprints und Torvorlagen bemerkbar. Sondern auch die Eigenschaft der Ballsicherheit, außerdem gepaart mit deutlich intelligentere Laufwege gepaart und zusätzlich tollen Kombinationen, haben dem Team von Daniel Stendel am Ende den Sieg beschert. Denn ein Eckball, getreten von Miiko Albornoz, brachte die Gäste durch einen typischen „Martin Harnik“ in Front. Auch Karamans eher zentralorientierte Außenbahnrolle, verschaffte so die Flexibilität, die in diesem benötigt wurde. Auch aus der Tiefe heraus klappte durch diese beiden Spieler deutlich mehr. Albornoz schaltete sich immer wieder in den Spielaufbau mit ein und so bekam Kapitän Manuel Schmiedebach endlich eine Anspielstation, die eine saubere Ballverarbeitung vorweisen konnte. All das was der ausgewechselte Sarenren Bazee in diesem Spiel vermissen ließ.

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