Hannover 96: Das sagt die Mannschaft zum Hickhack um Daniel Stendel

"Sieg auch für den Trainer"

Eine verschworene Gemeinschaft: Trainer Daniel Stendel und die 96-Spieler. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images.

Hannover – Daniel Stendel ist in Hannover ein Trainer auf Abruf. Die Mannschaft ist zum Erfolg verdammt. Ansonsten wird sich ihr Coach nicht im Amt halten können. Diese besondere Drucksitiuation muss nicht automatisch leistungsfördernd wirken. Im Gegenteil, sie kann auch hemmen. Doch wie erlebt das Team eigentlich die letzte Woche? 

Eine verschworene Gemeinschaft: Trainer Daniel Stendel und die 96-Spieler. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images.

Kritik zerstört Selbstvertrauen

Besonders nach dem 0:2 in Karlsruhe prasselte sehr viel Kritik auf die Spieler der „Roten“ ein. Doch auch davor wurde medial immer wieder betont, wie wenig spielerische Klasse zu sehen war und, dass die eingefahrenen Punkte nur durch Glück geholt wurden. Nach und nach verschwand so auch das Selbstbewusstsein. „Man sieht ja, dass in den letzten Wochen das Selbstbewusstsein nicht vorhanden war“, sagte zum Beispiel Marvin Bakalorz.

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Große Unruhe

Die Spieler bekamen natürlich mit, wie es um ihren Trainer stand. Die Zeitungen waren voll von Trennungsszenarien. „Die Woche war schon enorm von den Medien“, führte Bakalorz weiter aus. Umso wichtiger war der Sieg am vergangenen Samstag für die Tabelle, weil „die oben sich keine Blöße geben“ und auch, um etwas Ruhe in der Trainerfrage zu bekommen. „Wir wollen für die Mannschaft gewinnen, wir wollen für den Trainer, wir wollen für den ganzen Verein gewinnen“, unterstrich der 27-Jährige Kämpfer das große Gemeinschaftsgefühl.

Siegesschwur in der Kabine

Und der Sieg gelang am Ende auch Dank einer ungewöhnlichen Maßnahme. In den ersten 45 Minuten kamen die Hausherren nicht richtig in die Partie. Die Gäste aus München hatten die besseren Torchancen und wäre mit dem Pausenpfiff fast in Führung gegangen. Darauf haben die „Roten“ in der Kabine reagiert und einen Siegesschwur abgelegt, verriet Spielmacher Sebastian Maier: „Wir haben uns in der Halbzeit gesagt: ‚Scheiß egal, wie das Spiel ist. Wir holen heute die drei Punkte‘.“ Hat geholfen. In der 55. Minute war Martin Harnik zur Stelle und sorgte für den Siegtreffer.


Torjäger stellt sich vor Trainer

Der Stürmer war es dann auch, der mit einem beeindruckenden Satz die Situation um Daniel Stendel zusammengefasst hat: „Gefühlt ist es seit einigen Wochen eng für den Trainer, aber hat derzeit den schwersten Job der Liga.“ An dem Coach liegt die fehlende spielerische Qualität also nicht: „Wir wollen alle, sind motiviert und geben Gas. Wir haben auf Karlsruhe eine Reaktion gezeigt. Es steht eine Mannschaft auf den Platz, die alles gibt“, bestätigte der österreichische Nationalspieler. „Es fehlt einfach der Mut, auch mal einen Fehler zu machen.“ Zum Schluss hatte Harnik noch eine Bitte: „Ich wünsche mir, dass darüber berichtet wird, dass wir eine Reaktion gezeigt haben.“ Dem kommen wir gern nach. Fortsetzung gegen den FC St. Pauli ausdrücklich erwünscht.

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