Hannover 96: Aus dem (wahrscheinlichen) Abstieg endlich lernen

Hannover 96 wird voraussichtlich den bitteren Gang in die zweite Liga antreten müssen (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Wie geht es weiter mit Hannover 96? Wir blicken zurück auf die letzten Tage und wagen einen Ausblick in die Zukunft.

Aus dem (wahrscheinlichen) Abstieg endlich lernen

Puh, das ging so gerade eben noch mal gut. Der wichtige, aber wohl am Ende nicht mehr ausschlaggebende, Sieg am Wochenende gegen die 05er aus Mainz war endlich wieder mal ein Grund, für Hannover 96 zu jubeln. Klar, da es für die Rheinhessen um nichts mehr ging und geht war vielleicht die letzte Motivation beim Gegner nicht mehr vorhanden. Aber dennoch war der Sieg ein Zeichen dafür, dass es in der Landeshauptstadt nicht komplett ohne Leben zugeht. Daraus sollte die Vereinsführung für das sicherlich schwierige Folgejahr in der 2. Bundesliga lernen.

Das Team langsam aufbauen

Es ist leider so, dass die zweite Bundesliga zu einem finanzielles Fiasko für Absteiger werden kann, das sehen wir auch dieses Jahr wieder an Köln und dem notorisch klammen HSV aus Hamburg. Während die Domstädter allerdings wohl direkt wieder aufsteigen werden, sieht es an der Elbe nach diesem Wochenende deutlich schlechter aus. Ein weiteres Jahr nach Aue und Sandhausen würde dem Verein sehr teuer zu stehen kommen. Das wird auch Hannover wissen, die daher den direkten Wiederaufstieg anpeilen; einfach aber wird das nicht. Deshalb sollte man dem sehr talentierten Nachwuchs endlich mal die verdiente Chance geben, denn auch wenn es viel zu verlieren gibt, manchmal erreicht man über Umwege mehr.

Ein passendes Beispiel hier ist etwa die leidige Trainerdiskussion. Klar, Thomas Doll ist nicht die Wunschvorstellung von vielen, aber manchmal muss man eben alles auf eine Karte oder Farbe setzen, um zu siegen. Wie auch beim Online Casino, bei dem auch immer mal wieder um alles und die besten Voraussetzungen gilt, stellt sich bei unserem Vorstand die Frage, wie viele Trainer sie noch verbrennen wollen oder können bis irgendwann gar keiner mehr an die Leine kommen will. Alles auf eine Karte setzen ist beim Glücksspiel vielleicht die beste Option, bei unserer sportlichen Leitung allerdings eher zweifelhaft.

Nicht das Tafelsilber verhökern

Okay, zwar ist unser bester Stürmer Füllkrug nach der Saison zum Verein an der Weser gewechselt, aber wirklich nützlich war er aufgrund seiner ewig langen Verletzungen dieses Jahr auch nicht mehr. Was aber umso mehr schmerzt ist die Tatsache, dass wir aus seinem Verkauf nicht deutlich mehr rausbekommen haben als die läppischen 6 bis 7 Millionen, die in den Zeitungen kursieren. Hier hätte man deutlich besser verhandeln können. Nun, das ist lediglich eine Person, die wir im Sommer abgeben werden – aber bitte belasst es dabei! Zwar werden einige der sogenannten Profis nicht den Weg nach unten mit antreten, aber mit einigen aus der aktuellen Mannschaft darf und muss man planen, um beim Ziel „direkter Wiederaufstieg“ beste Karten zu haben. Unser Torwart etwa ist so einer, den man auf gar keinen Fall gehen lassen sollte, ganz gleich wer daherkommt und mit den Geldscheinen wedelt. Noch hat er ein Jahr Vertrag, das sollte man dann unbedingt auch nutzen, selbst wenn es dann 2020 keine Ablöse mehr für ihn gibt. Aber er ist ein wichtiger Rückhalt im Team und einer, der nie aufgibt.

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