Abstieg, Vereinsgeburtstag, Heimspiel gegen Gladbach – alles so wie vor drei Jahren?

Beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach im April 2016 freut sich Waldemar Anton über sein erstes Bundesligator. Foto: Getty Images.

Und Geschichte wiederholt sich doch. Oder besitzt zumindest in vielen Punkten besorgniserregende Ähnlichkeit. Nämlich etwa drei Jahre später. Rückblick ins Jahr 2016: Hannover 96 taumelt dem Abstieg entgegen. Ein Trainer mit Vornamen Thomas kommt im Januar, gewinnt im Februar (2:1 gegen Stuttgart) auch mal ein Spiel, ansonsten hagelt es aber nur Niederlagen. Als Mitte April Borussia Mönchengladbach zu Gast ist, steht der Abstieg praktisch fest.

Im Jahr 2019 übernimmt ebenfalls ein Coach mit Vornamen Thomas, wegen seiner Bundesliga-Erfahrung und seines großen Namens genauso wie sein Namensvetter als Retter angesehen, im Januar den kriselnden Abstiegskandidaten. Im Februar (2:0 gegen Nürnberg) gelingt ebenfalls der einzige Sieg, sonst gibt es nur Haue. Der nächste Gegner daheim ist Mitte April, genau, Borussia Mönchengladbach.

Die Gemeinsamkeiten hören jedoch bei der Trainerposition auf. Damals war Schaaf bereits entlassen und durch Daniel Stendel ersetzt worden, Doll ist aktuell weiterhin im Amt. Dennoch lohnt ein Blick zurück auf den 15. April 2016, der allen 96-Fans in diesen Tagen Mut machen dürfte – denn wenn sich Geschichte wirklich wiederholt, dann dürfte es drei Punkte gegen Mönchengladbach geben.

Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Und das lag nicht an den Sondertrikots im Traditionsoutfit, mit denen Hannover 96 passend zum am 12. April gefeierten 120-jährigen Vereinsjubiläum aufgelaufen war. Die „Roten“ beherrschten die Borussia, die bislang eine starke Saison spielte und noch um die Teilnahme an der Champions League kämpfte, und ließen ihr mit einem couragierten Auftritt keine Chance. Mutig, offensiv und selbstbewusst – dies alles gab es in der HDI Arena in den Wochen zuvor überhaupt nicht mehr zu sehen. Zumindest nicht von der Heimmannschaft.

Zwei 19-Jährige drückten der Partie ihren Stempel auf und machten Hoffnung für die Zukunft und den baldigen Wiederaufstieg des erneuerten 96: Waldemar Anton und Noah-Joel Sarenren-Bazee. Anton (49.) gelang sogar das 1:0 – auf Vorarbeit von Flügelflitzer Sarenren-Bazee. Das zweite Tor markierte Artur Sobiech (60.). Vielleicht springt ja im Jahr 2019 ein junger Bengel wie Linton Maina in die Bresche und sorgt dafür, dass sich Geschichte wiederholt. Das wäre zumindest eine gute Voraussetzung dafür, dass es in einem wichtigen Punkt keine Duplizität der Ereignisse gibt: Vielleicht steigt 96 doch nicht ab (zugegebenermaßen eine sehr vage Hoffnung), wenn mit einem Heimsieg gegen Gladbach endlich der Knoten platzt.

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