4:1-Sieg nach starker zweiter Halbzeit: Hannover 96 gewinnt das Derby

Weydandt muss zurück in die Startelf, ansonsten droht eine nächste Flaute

Derbysieger! Hannover 96 hat das brisante Duell gegen Eintracht Braunschweig für sich entschieden. Nach einer an Höhepunkten armen und torlosen ersten Halbzeit nahm die Partie nach der Pause deutlich an Fahrt auf. Die glückliche Eintracht-Führung nach Wiederbeginn wirkte wie ein Weckruf für die „Roten“, die dem Derby dann noch eine deutliche Wende gaben.

Auf der rechten Abwehrseite hatte sich 96-Trainer Kenan Kocak überraschend für Kingsley Schindler entschieden. Der Neuzugang sollte für Tempo und Flankenläufe sorgen. In der Tat liefen in der ersten Halbzeit viele Angriffe über den rechten Flügel. Doch verwertbare Zuspiele in den Strafraum, die für gefährliche Aktionen sorgen könnten, blieben aus.

Die einzige Möglichkeit, die jedoch eine echte Großchance war, resultierte aus einem Freistoß aus dem Halbfeld bereits nach etwas mehr als 60 Sekunden. Nach der Hereingabe von Dominik Kaiser verlängerte Timo Hübers den Ball, dieser prallte jedoch von der Querlatte des Eintracht-Tores zurück ins Feld.

Was wie ein verheißungsvoller Auftakt aussah, entpuppte sich im Nachhinein jedoch als Strohfeuer. Außer einem Schuss von Kaiser (15.), dessen Versuch im Strafraum geblockt wurde, gab es keine nennenswerten Aktionen. Trotz Überlegenheit und 67 Prozent Ballbesitz konnten die Gastgeber keine weiteren Gelegenheiten kreiieren. Von Braunschweiger Seite gingen überhaupt keine Offensivaktionen aus.

Wie aus dem Nichts sorgte Martin Kobylanski dann in der 51. Minute für das 0:1. Der Stürmer traf den Ball von der Strafraumgrenze mit Glück so, dass er sich hinter Michael Esser und nach Berührung von Latte und Pfosten ins Netz senkte. Doch 96 gelang die prompte Antwort: Mit einem energischen Sololauf brachte Genki Haraguchi den Ball in den Strafraum und schaffte im Fallen noch einen Querpass auf Linton Maina, der zum 1:1 ausglich (54.).

Das Derby kam nun endlich in Fahrt. Die Eintracht beschänkte nicht mehr auf die, jedoch in der ersten Halbzeit effektive, Defensivarbeit. Auf der Gegenseite waren die Hannoveraner dem Führungstor nahe. Nach einer Flanke von Kaiser scheiterte Marvin Ducksch per Kopf am glänzend reagierenden Torhüter Felix Dornebusch (65.).

Versäumtes holten die „Roten“ nur wenige Minuten später nach. Diesmal agierte Ducksch als Vorbereiter. Seine direkte Flanke, ohne vorherigen Blick in den Strafraum, landete passgenau bei Hendrik Weydandt, der genauso direkt mit dem ersten Kontakt den Ball ins Netz wuchtete (71.). Und es wurde noch besser – erneut dank Ducksch als Assistent: Der Stürmer legte den Ball nach Pass von Maina zurück in die Strafraummitte, dort rauschte Niklas Hult heran und sorgte für sein erstes Tor im 96-Trikot (74.).

Nun hatte Kocaks Team die Begegnung endgültig im Griff. Für den Schlusspunkt sorgte Haraguchi (86.), der nach Vorarbeit des eingewechselten Valmir Sulejmani von der Strafraumgrenze trocken abzog und zum 4:1-Endstand traf. Damit krönte der Japaner seine starke Derby-Leistung.

Hannover 96: Esser – Schindler, Hübers, Franke, Hult – Maina (83. Twumasi), Kaiser (89. Muslija), Frantz (64. Bijol), Haraguchi (89. Basdas) – Ducksch (83. Sulejmani), Weydandt

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