Das Wintertrainingslager von Hannover 96 war ein voller Erfolg. Nicht nur, weil man drei Testspielsiege feiern konnte und dabei keinen einzigen Gegentreffer kassierte, sondern weil auf dem Platz offensichtlich wurde, dass der durchaus anspruchsvolle Ball von Christian Titz mehr und mehr verinnerlicht wird. Das Mittelfeld soll dennoch verstärkt werden: Der Name Stefán Teitur Thórdarson geistert schon länger durch die Medien, in dieser Woche soll die Unterschrift folgen.
Das Gerücht hält sich sehr hartnäckig, die Verhandlungen scheinen kurz vor der Finalisierung zu stehen. Es heißt, dass Thórdarson am Dienstag in das Mannschaftstraining einsteigen und schon gegen Kaiserslautern im Aufgebot stehen könnte. Gründe genug, um sich das Profil des wahrscheinlichen Neuzugangs etwas genauer anzuschauen.
Beheimatet ist Thórdarson im zentralen Mittelfeld, vorzugsweise kann er als tiefspielender Spielmacher agieren. Der 27-jährige Isländer steht seit zwei Spielzeiten beim englischen Zweitligisten Preston North End unter Vertrag und ist hier unumstrittener Stammspieler. Unter dem Strich stehen 64 Einsätzen (3 Tore, 3 Vorlagen). Seit einigen Wochen steht er jedoch nicht mehr im Aufgebot – Grund soll die Freigabe für die Verhandlungen (mit Hannover 96) sein.
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Mit seinen 1,89 Metern ist Thórdarson ein sehr robuster Spieler, der das Duo aus Leopold und Aseko sehr gut ergänzen könnte. Ins Auge stechen vor allem seine Quote an zurückgewonnen Bällen im Mittelfeld (durchschnittlich 3,2 pro Spiel) und seine stabile Passquote in der eigenen Hälfte (89 Prozent). Die durchschnittliche Anzahl an Ballberührungen (36) zeigt zudem, dass er auch von seinen Mitspielern als defensiver „Knotenpunkt“ wahrgenommen und dieser Rolle gerecht wird.
Thórdarson punktet mit mentaler Stärke
Im Mittel gelingt ihm zudem ein progressiver Pass pro Spiel, welcher Kontersituationen eröffnet. Der wohl größte Pluspunkt ist aber seine mentale Stärke – und diese liegt ihm quasi im Blut. Wir alle erinnern uns an die Europameisterschaft 2016, als sich die isländische Nationalmannschaft furios bis in das Viertelfinale vorgekämpft hat. Nicht unbedingt durch spielerische Finesse, sondern durch mannschaftliche Geschlossenheit und einen überragenden Teamgeist.
Seit 2020 ist Thórdarson Teil der isländischen Nationalmannschaft, er kann auf 34 Einsätze im Nationaltrikot zurückblicken. Wir setzen an dieser Stelle darauf, dass ihm jene kämpferische DNA eingeflößt wurden – in England gab er zumindest jenes Bild ab. Eine Eigenschaft, die perfekt zu Hannover 96 passt und uns in der Rückrunde beflügeln kann.
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