Auch wenn man den sportlichen Druck durch den Sieg gegen Dresden etwas minimieren konnte, bleibt es auf personeller Ebene bei Hannover 96 chaotisch. Ein Nachfolger für Jonas Boldt wird gesucht. Erste Namen wie Sebastian Schuppan kursieren bereits. Warten wir also ab, was passieren wird.
Es gibt jedoch eine inoffizielle Leitlinie, die bereits formuliert wurde: Das Modell Marcus Mann soll zurückkehren. Das bedeutet, dass Hannover 96 einen Geschäftsführer Sport sucht – also jemanden, der sowohl die sportliche als auch die strategische Verantwortung für den Verein trägt. Und wer derart viel Verantwortung übernehmen soll, muss mit Argusaugen ausgewählt werden.
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Apropos Marcus Mann: Wie schlägt er sich eigentlich? Nach seiner wirklich starken Arbeit am Maschsee zog es ihn im Dezember 2025 zu RB Salzburg. Auch dort bekleidet er die Position des Geschäftsführers Sport. So ehrlich müssen wir sein: Das war ein enormer Karrieresprung. Immerhin ist er nun im RB-Kosmos aktiv, wo sich bekanntlich ganz andere Türen öffnen dürften. Unabhängig davon, was wir sportlich von diesem Konstrukt halten.
Marcus Mann setzt Masterclass fort
Und in Salzburg hat Mann direkt wieder typische Mann-Sachen gemacht. Der Umbruch im Sommer war gigantisch: 24 Spieler verließen den Verein, 25 kamen neu hinzu. Allein im vergangenen Sommer erwirtschaftete RB Salzburg Transfererlöse in Höhe von 61,3 Millionen Euro!
Zudem hat sich gezeigt, dass Mann nach wie vor ein Verfechter der Jugend ist. Sechs der Top-Neuzugänge waren jünger als 24 Jahre. Dazu zählt beispielsweise das polnische Talent Bartosz Mazurek.
Sportlich läuft es trotz der radikalen Veränderungen bislang ziemlich gut. In der österreichischen Bundesliga steht Salzburg auf dem zweiten Platz zwei, auch wenn der eigene Anspruch natürlich die Meisterschaft ist. Das liegt allerdings weniger daran, dass man sich selbst Steine in den Weg gelegt hätte, sondern vielmehr daran, dass der größte Konkurrent, Rapid Wien, bislang eine herausragende Saison spielt.
Salzburg hat in den ersten elf Ligaspielen keine einzige Niederlage kassiert. Acht Siege und drei Unentschieden stehen zu Buche. Mit lediglich sechs Gegentoren stellt man zudem die beste Defensive der Liga – und das ausgerechnet in jenem Mannschaftsteil, in dem mit 14 Zu- und Abgängen der größte Umbruch stattgefunden hat.
Die Masterclass scheint also nahtlos weiterzugehen. Leider beim absolut falschen Klub. Aber für Marcus Mann freut es uns sehr!
Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!
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