Er ist der Überflieger der Hinrunde – und das mit deutlichem Abstand. In einer zweiten Bundesliga, die weniger für filigranes Tiki-Taka als für Härte, Kompaktheit und unbändigen Willen steht, setzt sich normalerweise nur durch, wer genau diese Tugenden verinnerlicht hat. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet ein 20-jähriger Jungspund ligaweit für Aufsehen sorgt. Hätte das jemand vor der Saison prophezeit, man hätte wohl ernsthaft an dessen Fußballverstand gezweifelt.
Umso größer ist unser Glück, dass Noel Aseko beim geilsten Verein der Welt unter Vertrag steht. Bereits ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, welchen Stellenwert er sich erarbeitet hat: 17 Einsätze, drei Torvorlagen und zwei eigene Treffer – und das aus der Position des defensiven Mittelfeldspielers heraus. Werte, die in dieser Rolle alles andere als selbstverständlich sind.
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Doch Asekos Einfluss geht weit über Tore und Assists hinaus. Seine Präsenz und Kreativität im Zentrum wirken geradezu wohltuend. Mit einer Passquote von über 90 Prozent in der eigenen Hälfte und durchschnittlich 35,5 Ballaktionen pro Spiel ist er der zentrale Dreh- und Angelpunkt im Umschaltspiel. Er fordert Bälle, verteilt sie mit Ruhe und Übersicht und gibt dem Spiel Struktur.
Aseko ist überall zu finden
Hinzu kommt seine enorme Agilität. Die Heatmaps der Hinrunde sprechen eine deutliche Sprache: Aseko ist überall. Ob im eigenen Sechzehner oder im Dunstkreis des gegnerischen Strafraums, er ist in allen Spielphasen und auf allen Spielfeldern präsent. Insgesamt hat er beeindruckende 141 Kilometer abgespult und damit seine physische Konstanz eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Auch gegen den Ball überzeugt der junge Mittelfeldspieler mit starkem Timing und Spielintelligenz. Durchschnittlich 1,9 gewonnene progressive Tacklings, 3,2 Balleroberungen pro Partie sowie 0,85 Interceptions in abschlussnahen Situationen zeigen, wie wertvoll er für die defensive Stabilität ist.
Vor allem im Vergleich zur Vorsaison ist Asekos Entwicklung bemerkenswert – vielleicht sogar überraschend. Kein Wunder also, dass bereits gemunkelt wird, der FC Bayern München könne ihn nach dem Leihgeschäft zurück an die Säbener Straße holen wollen. Alles in allem bleibt kaum Raum für Diskussionen: Eine Bewertung unter einer 2+ wäre mehr als ungerecht – sie wäre schlicht fatal.
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