Dieser Punkt auf Schalke fühlt sich größer an, als es ein einzelner Zähler in der Tabelle eigentlich vermuten lässt. Er ist immens wichtig. Spielerisch – da müssen wir uns nichts vormachen – war Schalke über weite Strecken die bessere Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit. Doch Fußball entscheidet sich nicht nur über Spielanteile, sondern auch über Haltung, Widerstandskraft und den Willen, sich in schwierigen Momenten zu behaupten. Und genau diese Mentalität hat Hannover 96 in Gelsenkirchen gezeigt.
Besonders bemerkenswert: Selbst der erneut verschossene Elfmeter hat die Mannschaft nicht aus der Bahn geworfen. In den vergangenen Wochen wäre genau so eine Situation vielleicht noch zum Knackpunkt geworden. Diesmal war es anders. Die Körpersprache stimmte, die Köpfe gingen nicht nach unten, sondern blieben oben. Das Team hat weiter gearbeitet, weiter gekämpft und sich am Ende mit einem wichtigen Punkt belohnt.
Ein Lob gebührt dabei auch dem Trainerteam. Nach dem enttäuschenden Heimspiel zuvor konnte man durchaus vermuten, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft angeschlagen sein würde. Doch auf Schalke wirkte Hannover stabil, fokussiert und mental deutlich gefestigter. Es spricht für die Arbeit im Hintergrund, dass die Mannschaft genau in dieser Situation die richtige Reaktion gezeigt hat.
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Auch ein kurzer Blick auf den Gegner sei erlaubt. Der Frust bei Schalke – insbesondere nach der roten Karte gegen Džeko – war deutlich spürbar und teilweise vielleicht sogar eine Spur zu emotional. Dabei lohnt sich für die Königsblauen der Blick auf das Wesentliche: das Fußballerische. Und das kann sich absolut sehen lassen. Wenn Schalke diese Qualität weiterhin auf den Platz bringt, dann bin ich mir sicher, dass der Aufstieg am Ende nur eine Frage der Zeit sein wird.
Hannover 96: Pichler zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Zurück zu Hannover 96 – und zu einem Mann, der genau im richtigen Moment zur Stelle war: Benedikt Pichler. Stürmer werden an Toren gemessen, und manchmal braucht es genau dieses eine Erfolgserlebnis, um eine neue Dynamik auszulösen. Pichlers Treffer war sein erster seit dem 28. November – und er könnte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Mit diesem Tor im Rücken geht er nun mit einer breiten Brust in die Derbywoche.
Gerade in emotionalen Spielen wie einem Derby sind Spieler gefragt, die Verantwortung übernehmen und vorangehen. Pichler ist genau so ein Typ. Ein Teamleader, der nicht nur über Worte, sondern auch über Präsenz und Einsatz auf dem Platz wirkt. Wenn er nun zusätzlich noch in einen echten Lauf kommt, könnte das für Hannover in den kommenden Wochen ein entscheidender Faktor werden.
Ähnliches gilt übrigens auch für Nawrocki. Sein erster Saisontreffer dürfte ihm ebenfalls einen ordentlichen Schub gegeben haben. Tore können manchmal mehr verändern als jede taktische Anpassung – sie geben Selbstvertrauen, lösen Blockaden und sorgen dafür, dass Spieler mit einem ganz anderen Gefühl in die nächsten Aufgaben gehen.
Und genau diese Mischung aus neuem Selbstvertrauen, gewachsener Mentalität und wichtigen individuellen Momenten führt am Ende zu einem klaren Eindruck: Hannover 96 wirkt bereit.
Bereit für das Derby am Freitag.
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