Tschauner spielt nicht: Torhüterwechsel bei Hannover 96 gegen Bayer Leverkusen

Chance für Manuel Schmiedebach?

Manuel Schmiedebach sammelte mit einer emotionalen Ansprache viele Pluspunkte bei den Fans von Hannover 96. Er ist eine Identifikationsfigur -auch wenn er diese Saison unter André Breitenreiter kaum zum Einsatz kam. Foto: Getty Images

André Breitenreiter kündigt eine ungewöhnliche Maßnahme vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen an.

Beim Saisonfinale geht es für Hannover 96 sportlich nicht mehr um viel. Deshalb werden viele Reservespieler eine Chance beim Auswärtsspiel in Leverkusen erhalten. „Als Dankeschön oder um sich zu zeigen“, sagte der Coach der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Breitenreiter verriet jedoch keine Details. Lediglich bei einer Position wurde er konkret: „Den Torwart werden wir mit Sicherheit wechseln.“

Welche exakte Aufsstellung Trainer André Breitenreiter wählt, ist deshalb kaum vorherzusehen. Philipp Tschauner, spätestens seit seinen Paraden gegen Bayern München wieder die unangefochtene Nummer 1, wird seinen Platz zwischen den Pfosten für das letzte Spiel räumen. Stattdessen wird Michael Esser auflaufen, der für Hannover 96 diese Saison nur dreimal zum Einsatz kam – einmal im Pokal, zweimal in der Bundesliga (0:4 gegen Werder Bremen, 3:2 gegen Mainz). Der Ersatztorhüter kam vor der Saison von Darmstadt, konnte sich aber nicht als Nummer 1 gegen Tschauner durchsetzen.

Viel spricht dafür, dass auch andere altgediente 96-Spieler eine Chance bekommen – mit Sicherheit auch Manuel Schmiedebach. Der Mittelfeldspieler, der während der fulminanten Aufstiegssaison Kapitän bei Hannover 96 war, befand sich bei Breitenreiter sportlich auf dem Abstellgleis. Schmiedebach, seit 2008 bei Hannover 96 und während der Europa League-Jahre Stammspieler, verhielt sich trotz der Nichtberücksichtigungen absolut professionell – sowohl in den Trainingseinheiten als auch neben dem Platz. Gut möglich, dass Breitenreiter dieses Verhalten mit einem Startelfeinsatz belohnt. Auch Iver Fossum, Sebastian Maier und Noah Joel Sarenren Bazee könnten gegen Bayer Leverkusen in der Startelf stehen. Vielleicht wird auch das junge 96-Talent Linton Maina etwas Spielpraxis erhalten – eine Einwechslung in der zweiten Halbzeit erscheint denkbar.

Kurios: Leverkusens Trainer Heiko Herrlich wurde vom kicker darauf angesprochen, ob er ein 5:0 seiner Mannschaft gegen Hannover 96 realistisch hält. Leverkusen benötigt einen hohen Sieg, um aus eigener Kraft (unabhängig vom Ausgang der Partie 1899 Hoffenheim vs. Borussia Dortmund) die Champions League zu erreichen. Herrlich sagte im kicker: „Ein 5:0 ist natürlich utopisch. So gehen wir da nicht ran. Wir wollen ja kein Harakiri machen.“ Auch Michael Esser dürfte definitiv etwas dagegen haben.

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