96 ist Randalemeister: Kein Verein muss mehr Strafe zahlen als Hannover – selbst Dortmund und Dynamo Dresden nicht!

Auch in der Fanszene heftig umstritten: Der Einsatz von Pyrotechnik. Foto: Magnus Weidke

Kein Verein in der ersten oder zweiten Bundesliga muss diese Saison mehr Strafgelder berappen als Hannover 96. Schuld ist daran die erneute Verurteilung von Hannover 96 durch den DFB.

Wegen des Platzsturms in Sandhausen, aber auch wegen Einsatz von Pyrotechnik beim Derby gegen Braunschweig und gegen Würzburg muss Hannover 96 wieder tief in die Tasche greifen: 75.000 Euro beträgt die Strafe.

25.000 Euro davon kann Hannover 96 für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen aufwenden.

Obendrauf gibt einen Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung: Die Blöcke N15 bis N17 dürfen in einem Bundesliga-Heimspiel nicht für Fans geöffnet werden. Die Vollstreckung dieser Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungszeit läuft bis zum Saisonende (31.05.2018).

Die Strafen für Dynamo Dresden, Borussia Dortmund oder für Eintracht Braunschweig reichen in der abgelaufenen Saison nicht an das Level heran, dass Hannover 96 im Laufe der vergangenen Saison an Geldbußen zahlen musste. Wer hätte das für möglich gehalten?

Insgesamt 135.000 Euro muss Hannover 96 in der Saison 2016/17 an Geldbußen zahlen.

Zu den 75.000 Euro Geldstrafe für Hannover 96 addieren sich 60.000 Euro Strafe aus dem Februar 2017. Damals war 96 vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zunächst zu einer Strafe von 48.000 Euro verurteilt worden, woraufhin Hannover 96 Einspruch einlegte. Das Berufungsverfahren ging allerdings nach hinten los: Nachdem Hannover 96 in Berufung gegangen war, mussten die Niedersachsen 60.000 Euro Strafe zahlen.

Auf die enormen Strafgelder machte auch Kapitän Manuel Schmiedebach bei der Aufstiegsfeier auf dem hannoverschen Rathausbalkon aufmerksam – auf selbstironische Weise. Er sagte bei seiner Rede vor den Fans auf der Bühne: „Damit könnten wir einen guten neuen Spieler verpflichten, aber wir zahlen halt lieber für Pyro.“

Die Strafen aller Erst- und Zweitligisten im Überblick (Quelle: Jonathan Walsh. Anmerkung: Die Strafe für Hannover setzt sich aus 60.000 Euro vom Februar und 75.000 Euro vom Juli zusammen. Zu der Strafe für Eintracht Braunschweig von 38.000 Euro aus der laufenden Saison kommen 25.000 Euro Strafe wegen Fehlverhaltens bei der Relegation).

135.000 Euro: Hannover 96

100.000 Euro: Borussia Dortmund

72.000 Euro: Werder Bremen

65.500 Euro: Hamburger SV

64.000 Euro: Dynamo Dresden

63.000 Euro: Eintracht Braunschweig

50.000 Euro: 1. FC Nürnberg

48.000 Euro: VfB Stuttgart

44.000 Euro: SV Darmstadt 98

41.000 Euro: Karlsruher SC

35.500 Euro: FC St. Pauli

34.000 Euro: 1. FC Köln

31.500 Euro: 1860 München

31.500 Euro: Hertha BSC Berlin

30.000 Euro: FC Union Berlin

29.000 Euro: Bayer 04 Leverkusen

28.000 Euro: Eintracht Frankfurt

27.500 Euro: Fortuna Düsseldorf

27.500 Euro: FSV Mainz 05

24.000 Euro: VfL Bochum

21.500 Euro: Arminia Bielefeld

20.000 Euro: FC Schalke 04

18.000 Euro: FC Bayern

14.000 Euro: FC Ingolstadt

12.000 Euro: Greuther Fürth

11.000 Euro: FC Augsburg

5.000 Euro: FC Kaiserslautern

4.000 Euro: Würzburger Kickers

2.500 Euro: FC Erzgebirge Aue

2.000 Euro: FC Heidenheim

1.500 Euro: SV Sandhausen

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