Hannover 96: Mit Ostrzolek in der Startelf gegen Bochum?

Matthias Ostrzolek ist seit 2017 bei Hannover 96. Seitdem absolvierte er 50 Spiele für die Roten. Foto: Getty Images

Am heutigen Freitagabend tritt Hannover 96 gegen Bochum an. Dabei könnte ein längst abgeschriebener Defensivspieler in die Startelf von Hannover 96 zurückkehren.

Zum ersten Mal seit Frühjahr 2017, als Hannover 96 nacheinander gegen Düsseldorf, Heidenheim und Stuttgart gewann, könnten die Roten das dritte Spiel in Folge gewinnen. Bei der letzten Siegesserie war noch André Breitenreiter der Trainer. Jetzt, drei Trainerentlassungen später, hat Kenan Kocaks Mannschaft die Chance, nach zweieinhalb Jahren wieder drei Dreier in Folge zu holen.

Wird Kocak dabei auf die gleiche Startelf wie gegen Erzgebirge Aue (3:2) setzen? „Never change a winning team“ heißt es ja bekanntlich in der Fußballsprache. Dass Hendrik Weydandt wieder die Sturmspitze bilden wird, daran besteht kein Zweifel. Die Innenverteidigung mit Josip Elez und Waldemar Anton ist mangels Alternativen ebenfalls gesetzt.

Möglicherweise wird Kocak jedoch im Mittelfeld etwas ausprobieren. Wer aufmerksam beim Training in den letzten Wochen zugeschaut hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass Matthias Ostrzolek unter Kocak wieder eine größere Rolle zu spielen scheint. Jedoch nicht auf der linken Außenverteidigerposition, auf der Albornoz gesetzt ist, sondern im Mittelfeld. Überraschend wechselte Kocak den ehemaligen HSV-Verteidiger gegen St. Pauli ein und gab ihm den Vorzug vor Dennis Aogo. Auch gegen Aue durfte Ostrzolek als dritter Einwechselspieler in der Nachspielzeit nochmal aufs Feld.

Nach dem Heimsieg gegen Freiburg, der gleichzeitig den Abstieg bedeutete, bedankte sich Ostrzolek bei den Fans.

Unter Slomka kam Ostrzolek gar nicht mehr zum Zug, wurde nach dem ersten Spieltag gegen Stuttgart nicht mehr eingesetzt. Slomkas Vorgänger Thomas Doll hielt indes viel von Ostrzolek, in den letzten sechs Partien unter Doll spielte Ostrzolek über 90 Minuten durch (2 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen).

Auch wenn es schade wäre, erscheint es denkbar, dass Kocak den jungen Emil Hansson gegen Bochum auf die Bank setzt und stattdessen in einem klassischen 4-2-3-1-System mit Doppelsechs beginnt. Diese Doppelsechs wird aus Bakalorz und Ostrzolek gebildet. Auf der Zehnerposition hinter den Spitzen startet der formstarke Haraguchi, Maina und Muslija komplettieren das offensive Mittelfeld.

2 Kommentare

  1. Bestands-Aufnahme:

    Wenn man einen Verein der Bundesliga (1-2-3) erfolgreich führen will, benötigt man

    1.. Entweder mehr oder weniger viel Geld oder

    2.. eine hervorragende Nachwuchs-Arbeit UND

    3.. eine sehr gute Führungs-Mannschaft

    An allem fehlt es bei Hannover 96.

    Zu 1)

    Viel Geld scheint bei Hannover 96 nicht vorhanden zu sein, um in gute Spieler zu

    investieren. Falls es doch da sein sollte, fehlt die Bereitschaft dazu. Mehr unter 3).

    Zu 2)

    Offenbar ist das Thema für Hannover 96 damit erledigt, dass man im / am ehema-

    ligen Eilenriede-Stadion eine Nachwuchs-Abteilung aufgebaut hat.

    Seit Per Mertesacker – und das ist nun 1 Jahrzehnt her – ist aus dem Nachwuchs-

    Bereich nichts mehr nachgekommen, was „verwertbar“ wäre.

    Dies mag daran liegen, dass

    1. die Scouting-Abteilung – aus welchen Gründen auch immer – nicht funktioniert.
      Entweder, sie ist qualitativ fehl-besetzt, hier könnte man fragen: WARUM?
       
    2. sie ist – falls sie denn qualifiziert ist – unmotiviert oder antriebslos oder des-
      organisiert, ggf. saturiert, mit Fix-Einkommen zufrieden und schläft vor sich hin. Auch hier könnte man fragen: Wer läßt das zu ?
       
    3. die hier und da gelegentlich auftauchenden „Talente“ werden
    4.  
    5. C-1 wegen ständiger Nöte bei Hannover 96 aus Risiko-Gründen nicht  
    6.        eingesetzt, oder sie meinen          
    7. C-2 mit dem 1. Profi-Vertrag in der Tasche und dem sofort gekauften
    8.        Porsche vor der Tür, der Rest des Lebens sei finanziell geregelt
    9.        Und sie ziehen Nacht für Nacht durch die Discos, erkannt, angespro-
    10.        chen, fühlen sich als (Pseudo-)“Promis“ und verkümmern, da die  
    11.        Ambition, der Drive zur Arbeit, zur Verbesserung geschwunden sind.
    12.  
             C-2-1 Dies wiederum weist auf ein Defizit in der Betreuung der Talente
                       durch die Nachwuchs-Abteilung hin – die hier gegensteuern
                       müsste. Aber wohl nicht dazu in der Lage ist.
       
      Zu 3)  Die Sache mit der Führungs-Mannschaft ist das gravierende Defizit-
    13.            Element bei Hannover 96 – und damit DER Grund für den Mißerfolg.
    14.  
                Fußball-Deutschland lacht über den Verein, der in 1 Jahr sage und
    15.           schreibe 4 Trainer eingestellt und entlassen hat.
    16.  
                Was ist denn die General-Kompetenz eines „General Managers“,
    17.           CEO, des Mannes, der „das Sagen hat“?
    18.  
                Es ist in 1. Linie die Fähigkeit, die richtigen Leute in/für den/die
    19.           richtige Positionen
    20.  
    21.           zu identifizieren,
    22.           sie zu kontraktieren,
    23.           sie ständig zu motivieren.
       
      An allem, aber auch restlos an allem, fehlt es der Vereinsführung von H-96.
       
      Wie sonst ist zu erklären, dass es in einem einzigen Jahr 4 Trainer-Wechsel
      gab ? Die Einlassung des CEO’s, dies sei ja die Aufgabe des Sportlichen
      Leiters bzw. des Sport-Direktors, geht ins Leere. WER hat denn diese Posi-
      tion (fehl-)besetzt ?
       
      Dazu der Verlust von z.T. Weltklasse-Spielern, angefangen mit einem Josip Skoblar, über einen Rudicanu (jahrelang der Spielmacher von Borussia Dort-mund), einem Zauberfuß Huszti, der allein die Bayern geschlagen hat, einem
      Jan Siemak…, Lars Stindl ist Spielmacher bei BMG und Nationalspieler,  Jupp Heynckes ist bei H-96 untergegangen … die Beispiele sind schier endlos.
       
      Zuletzt die totale Instinkt-Losigkeit: Die Spieler müssen – teilweise – ihre Weihnachtsfeier selber bezahlen !!! Steuer hin – Steuer her. Und wenn, dann zahle ich das eben privat aus der linken Westentasche oder aus dem Handschuh- Fach meines DB. Aber selbst !
       
      Man denke nur: Die – wohl fast alle – mit Abwanderungs-Absichten statt mit Torhunger befassten Profis erzählen in der nächsten Saison in Meppen oder in Jeddeloh oder in Langreder:
       
      „In Hannover musste ich sogar meine Lebkuchen-Herzen bei der Weihnachts-feier selbst bezahlen….“
       
      Dies – nicht bei einem Dorf-Verein in einem 200-Seelen-Dorf, sondern bei einer Bundesliga-Mannschaft, die alljährlich Dutzende von Millionen €€€ umsetzt !!!
       
      Eine psychologische Katastrophe, für die der CEO offenbar nicht das geringste „Händchen“ hat. Und die nur noch vergleichbar ist mit der idiotischen Entscheidung des – inzwischen geschassten – OBB von Hannover, der – wohl – in Volltrunkenheit zugelassen hat, dass analphabetische Wirtschaftsflüchtlinge in Hannover*s ehemaligem Luxus-Hotel Nr. 1, dem Intercontinental-Hotel, untergebracht wurden.
       
      Aber in Hannover, beim Bürgermeister wie beim „Herzeige-Verein“ grassiert offenbar derselbe Defekt.
       
      Der Fisch – so sagt man – stinkt vom Kopf.
       
      Und da ist etwas Wahres dran.
       
      Warum sagt der CEO nicht:
       
      Ich bin über 70. Meine Restlaufzeit ist begrenzt. Ich muß die Zeit „danach regeln. Mein Sohn Nr. 1 ist in den USA und interessiert sich einen feuchten
      Kehricht um H-96.
       
      Sohn Nr. 2 hat alle Hände und Gehirnzellen voll damit zu tun, meine Firma am Laufen zu halten. Gezwungenermaßen habe ich ja Interessen in H-96, also muß der gute Dr. A. Kind nun – neben der Firma – auch noch einen Fuß in den Club setzen.
       
      Mein Ansatz, die Sicherheiten, die ich für meine Darlehen an H-96 erhalten habe, nämlich absolute Filet-Grundstücke in der Innenstadt in 1AAA Lage,
      kann ich nicht schnell genug verwerten – wenn überhaupt –  und in Cash umwandeln.
       
      Habe zwar die geeigneten „Kontakte“ zu „Leuten“, die das bebauen und verkaufen und in Cash konvertieren würden, aber nicht die „Mittel“, um die Entscheidungs-Träger bei der Behörde in meine Richtung zu lenken. Zumindest nicht innerhalb meiner Restlauf-Zeit.
       
      Also investiere ich keine müde Mark mehr in den Club – weder für Spieler noch für Weihnachtsfeiern …
       
      … und lasse  das ganze dumme Gerede von „ich möchte 50+1 kippen, zum Wohle von H-96, denn: Nur dann interessieren sich Investoren und ermög-lichen mit ihren Investments einen „Aufstieg“ des Vereins.
       
      Wohin? Wofür ? Für wen ?
       
      Letztlich nicht für die Fans. Wenn überhaupt, nur für die Investoren.
       
      Nein, die ganze Wahrheit ist, ich bekomme meine Kohle nicht zurück, wenn ich nur eine Minderheiten-Beteiligung an einem 2. Liga-Verein anbieten kann, der aktuell darum kämpft, nicht in die 3. Liga abzusteigen….
       
      … und damit für jeden Investor uninteressant ist – zumindest zu dem Preis, den ich haben will.
       
      Jeder hätte Verständnis für einen Senior, der so seinen „Nachlass“ regeln will.
       
      Aber – wie in der Politik in unserem Land – haben Äußerungen und Wahrheit so gut wie nichts, genauer, gar nichts, mit der Wahrheit und der Realität zu tun.
       
      JDA
       
       

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