Martin Kind: „Horst Heldt hat mich informiert“

Muss sich Martin Kind bald von seinem Manager verabschieden? Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Hannover – Am Donnerstag tauchen Gerüchte auf, dass 96-Manager Horst Heldt vor dem Absprung zum 1. FC Köln steht. Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel? Und was sagt Martin Kind zu der Situation? Wir fassen die Lage zusammen.

Martin Kind ist mit der Arbeit des Managers sehr zufrieden Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Heldt verbunden mit Köln

Am Donnerstag berichteten der Kicker und die BILD über Gerüchte, es könnte den 96-Manager Horst Heldt an den Rhein ziehen. Undenkbar, möchte man als erstes denken. Doch bei genauerem Hinsehen muss man den ersten Ausspruch sicher hinterfragen. Der 47-Jährige ist in Königswinter, vor den Toren der Rheinmetropole geboren. Außerdem spielte er beim 1. FC Köln in der Jugend, gab am 01.09.1990 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach sein Bundesligadebüt und absolvierte insgesamt 130 Bundesligapartien für die Domstädter. Daraus resultierte eine große Verbundenheit, aus der Heldt auch nie ein Geheimnis gemacht hat. Köln wäre für ihn eine Herzensangelegenheit.

Kind: „Heldt hat mich informiert“

Grund genug, bei Martin Kind nachzufragen: „Horst Heldt hat mich über die Gerüchte informiert“, erklärte der Klubchef gegenüber 96Freunde.de. Und weiter: „Fest steht: Der Manager hat Vertrag bis Juni 2020. Er leistet gute Arbeit. Wir sind mit den Transfers sehr zufrieden und möchten die Arbeit mit ihm fortsetzen.“ Hat er um seine Freigabe gebeten? Kind dazu: „Nein, um eine Freigabe wurde ich nicht gebeten.“

Kehrt Horst Heldt zu seinem Herzensverein zurück und wird damit Nachfolger von Jörg Schmadtke? Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images.

Köln wird ein Angebot unterbreiten

Ist mit diesem deutlichen Dementi die Angelegenheit vom Tisch? Das ist äußerst unwahrscheinlich. Als sicher gilt, dass Köln dem 96-Manager ein Angebot umbreiten wird. Außerdem ist davon auszugehen, dass ihm ein Geschäftsführerposten angeboten werden wird. Anders als in Hannover, wo er bewusst „nur“ als Manager angestellt ist. Eine Rückkehr in die Heimat ist außerdem ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte.

Heldt wird bei 96 sehr geschätzt

Keine Rolle wird allerdings sein angeblich schlechtes Verhältnis zu Aufsichtsrat Martin Andermatt spielen. Im Sommer gab es deutliche Differenzen zwischen Heldt und dem schweizer Vertrauten von Klubchef Kind. Diese sind in der Zwischenzeit ausgeräumt. Außerdem wird der Manager im gesamten Verein geschätzt. Er sei der erste leitende Angestellte, der sich wirklich für den Nachwuchs interessiert, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. „Wer interessiert sich denn sonst dafür, warum Trainingsplätze zu rutschig sind und was es dazu zu verbessern gilt“, lautet die Frage eines 96-Angestellten.

Ausgang ungewiss

Würde sich der Manager mit einem Wechsel denn einen Gefallen tun? Köln steht mit dem Rücken zur Wand und droht in die Zweitklassigkeit abzurutschen. Da kommt sein derzeitiger Arbeitgeber gerade her. Mit seinen Transfers im Sommer hat der 47-Jährige seine Position deutlich gestärkt. Die Mannschaft legte einen tollen Saisonstart hin. Er ist gerade dabei, sich hier etwas aufzubauen. Lässt man das einfach so zurück? Auf der anderen Seite ist das Herz ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bei dem erstbesten Angebot wird Heldt sicher nicht wechseln. Aber der 1. FC Köln hat eben mehr zu bieten, als nur das erstbeste Angebot. Ausgang des Pokers um den 96-Manager: Ungewiss.

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