Vorschlag eines 96-Fans: „Lasst uns beim letzten Heimspiel feiern und ein Zeichen setzen!“

Gefühlt lange her: Die 96-Mannschaft feiert mit ihren Fans. Seit dem Stimmungsboykott zeigte sich die Mannschaft von den 96-Fans schwer enttäuscht. Auch aus Enttäuschung feierte sie nach Heimspielen nicht mehr mit den Fans. Da wird sich nächste Saison jedoch hoffentlich wieder ändern! Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

 96-Fan Alak hält sich nicht mit Schuldfragen auf. Er ruft dazu auf, beim nächsten Heimspiel zu feiern. Einfach so, ohne Hintergedanken. Aus Liebe zur Mannschaft und zum Verein – und auch aus egoistischem Vergnügen. Einmal alle Sorgen vergessen, bevor es beim 50+1-Streit irgendwann in die nächste Runde geht. Einfach mal Spaß haben. Alak wünscht sich: „Denkt darüber nach, bevor ihr es kategorisch ablehnt!“

Liebe 96-Familie, wie wir alle wissen, unserer Alten Liebe geht es zur Zeit nicht besonders gut! Die Ereignisse der letzten Zeit (und dazu noch die unvorteilhaften Ergebnisse des 32. Spieltages) haben die meisten von uns verunsichert und nachdenklich gemacht, ob es am Saisonende tatsächlich schief gehen könnte. In der jetzigen Form erscheint es nicht abwegig, dass 96 die beiden letzen Spiele verliert und noch auf dem 16. Platz landet.

Alles scheint negativ und irgendwie festgefahren zu sein. Über die Probleme wurde und wird weiterhin geredet und diskutiert, was auch gut ist und notwendig. Nichtsdestotrotz braucht man in solchen Zeiten in der Regel ein Zeichen, etwas positives! Mir als ein Mitglied der großen „96-Familie“ geht es hiermit auf gar keinen Fall darum, wer wobei und wie viel schuld ist (diese Diskussionen gab es in der Vergangenheit zuhauf, ich möchte dieses Fass nicht wieder aufmachen!). Mit geht es vielmehr darum, was man im Moment und demnächst machen könnte, damit sich möglicherweise einiges  zum Positiven verbessert.

Diese Sätze sind ein paar wohlgemeinte, ohne bösen Hintergedanken formulierte Gedanken. Bitte, nehmt euch alle ein paar Sekunden und denkt ernsthaft darüber nach:
Wie wäre es mit einer Saison-Abschlussparty beim letzten Heimspiel, und zwar gemeinsam? (Ganz im Sinne von „Niemals allein“!)
Die, die schweren Herzens geschwiegen haben, können sich für ein Jahr harten Kampf belohnen, neue Kraft tanken und gleichzeitig der Mannschaft zeigen, dass sie die Mannschaftsleistung wertschätzen. Natürlich können auch ein paar Banner darauf hinweisen, dass noch längst nicht alles „im grünen Bereich“ ist. Diejenigen, die trotz fehlender Organisation immer wieder versucht haben, die eigene Mannschaft zu unterstützen und den Gästefans Paroli zu bieten, werden sich freuen, noch lauter supporten zu können. Kurzum: Dadurch könnte wieder ein Gefühl der Zusammenhalt entstehen.

Das ganze Stadion und die Mannschaft, die die Unterstützung der Fans im Saisonendspurt braucht (Tschauner hat in seinem letzten Gespräch mit brutal ehrlichen Worten darauf hingewiesen), könnten wieder eine Einheit bilden, neue Kraft schaffen und somit ein Zeichen setzen: Es wäre ein Signal an alle, dass wir 96er, wie wir es früher oft genug bewiesen haben, in schweren Zeiten näher zusammenrücken. Nebenbei zeigt man allen wieder auch, dass „NIEMALS ALLEIN“ mehr ist als nur eine Floskel. Einer muss dabei immer den nötigen ersten Schritt wagen – und diesen Mut sollte jeder Fan, der Hannover 96 wirklich liebt, aufbringen! Es wäre nach diesem turbulenten Jahr auch ein schönes Abschiedsgeschenk für uns Fans, für die Mannschaft, das Trainerteam, die Mitarbeiter und für Salif Sané, der uns verlassen wird.

Es ist wichtig, die Saison mit positiver Laune und nicht mit Frust zu beenden. Wohin ein gelungener Saisonendspurt führen kann, haben wir 2016 gesehen, als die Daniel Stendel-Euphorie uns zu den ersten wichtigen Auftaktsiegen in der zweiten Liga (4:0 gegen Kaiserslautern und 3:1 gegen Greuther Fürth) geführt hat. Oder auch letztes Jahr, als uns die Sandhausen-Glückseligkeit einen gelungenen Start in der Bundesliga beschert hat – inklusive Heimsiegen gegen Schalke und Dortmund!

Ich hoffe, jeder nimmt sich einige Sekunden Zeit und denkt darüber nach. Mit jeder meinte ich jeden Fan. Egal ob Edelfan, Boykottierer, Bier-und-Bratwurst-Fan oder chronischer NörglerDenkt darüber nach, bevor ihr es kategorisch ablehnt!

Das war ein Gastkommentar von Alak.

3 Kommentare

  1. Da werden einige nicht über ihren Schatten springen können, oder wieder einen Grund finden alles doof zu finden! Leider.

    Man (das Stadion) sollte sich mal ein Beispiel an dem im Moment Tabellen 17. nehmen(bitte nicht sportlich….). Totales Chaos in Verein, jeder quatscht herein (auch die Fans), den 3. Trainer (oder 4.?)dieses Jahr, fast Pleite am Tropf eines Gurkenglases, bis vor zwei Spielen gräuslichen Fußball!

    Und trotzdem steht das Stadion, wenn es drauf an kommt, hinter der Mannschaft!

    Weil Politik nicht ins Stadion, in die 90Minuten gehört!

     

    • In diesem Fall kann ich nur zustimmen. Im Stadion selbst sollte es nur um den Sport gehen, alles andere kann man außerhalb klären. Die Mannschaft hat es zumindest im letzten Spiel zu Hause verdient noch einmal für ihre Leistung auch von außen belohnt zu werden. Immerhin ist die Saison noch nicht ohne Sorgen beendet. Vielleicht, auch wenn die Abstimmung bei Chez Heinz etwas anderes ergeben hat, können einige der sogenannten Fans einmal wirkliche Fans sein. Die ewigen gegenseitigen Schuldzuweisungen bringen keinen weiter.

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