Kind-Nachfolger stellt neuen Vorstand vor: Diese vier Männer unterstützen Sebastian Kramer zukünftig im 96-Vorstand

Kramer stellt Vorstand vor

Das neue 96-Vorstandsteam (v.l.): Hans Teille, Alexander Berwing, Benjamin Kahnt, Sebastian Kramer, Robin Krakau. Foto: Hannover96.de

Der neu gewählte Aufsichtsrat um Ralf Nestler hatte Sebastian Kramer damit beauftragt, einen neuen Vorstand von Hannover 96 zu bestimmen. Kind-Nachfolger Kramer hat seine vier Mitstreiter Hans Teille, Alexander Berwing, Benjamin Kahnt und Robin Krakau nun offiziell vorgestellt.

Hans Teille ist Leiter der Tischtennis-Sparte bei Hannover 96 und gelernter Sparkassenkaufmann. Teille hofft, Vorurteile zwischen dem neuen Vorstand und den aktiven Sportlern bei Hannover 96 ausräumen zu können. Laut der Vereinssatzung ist ein Vorstandsmitglied aus den Ab­teilungen Pflicht. Welcher Abteilungsleiter dies sein würde, war mit Spannung erwartet worden, weil die Kind-Opposition zunächst keinen aktiven Unterstützer unter den Abteilungsleitern hatte. Teille möchte nun zu beitragen, die Zusammenarbeit der gespaltenen Lager zu ermöglichen.

Alexander Berwing ist von Beruf Vertriebscontroller und zukünftig das Finanz-Ressort zuständig. Er trat dem Verein bei, als im Jahr 2015 der Verkauf der Vereinsanteile an der Fußballgesellschaft publik wurde. Der 42-Jährige möchte „gefasste Beschlüsse nicht mehr länger lediglich zur Kenntnis nehmen, sondern aktiv an den Entscheidungsprozessen mitwirken“.

Benjamin Kahnt übernimmt das Marketing-Ressort im Vorstand. Im Berufsleben ist der 34-Jährige als Marketingleiter bei Radio Hannover aktiv. Er will seine Wirtschaftskontakte in die Vorstandsarbeit einbringen. „Eine erfolgreiche Arbeit unseres Vereins und die Akteure der regionalen Wirtschaft sind in meinen Augen untrennbar“, sagt der gebürtige Hannoveraner auf der Vereins-Website.

Robin Krakau ist Sprecher der IG Pro Verein und zukünftig für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verantwortlich. 2004 gründete Krakau den Dachverband Rote Kurve mit. Er arbeitet hauptberuflich als Abteilungsleiter im Einkauf. „Veränderung ist notwendig und gewollt, den Auftrag haben die Mitglieder mit ihrer Stimme jüngst so erteilt. Mit diesem Auftrag im Rücken bin ich gerne bereit, meine volle Kraft in den Dienst des Vereins zu stellen. Vorwärts nach weit! Packen wir es an!“, wird Krakau auf der 96-Homepage zitiert.

Die Namen des neuen Vorstands des Vereins waren mit Spannung erwartet worden. Im Gegensatz zu Sebastian Kramers Konkurrenten Matthias Herter, der seinen Schattenvorstand bereits vor der Wahl öffentlich gemacht hatte (Falco Schickerling, Claus-Dieter Schacht, Ralf Jurgeit, Timo Mertesacker), hatte Kramer auf die Nominierung eines Schattenvorstands verzichtet.

Das hatte seinem Team bei der Jahreshauptversammlung nicht geschadet. Die von Pro Verein unterstützten Kandidaten Carsten Linke, Lasse Gutsch, Nathalie Wartmann, Ralf Nestler und Jens Boldt waren mit deutlicher Mehrheit in den Aufsichtsrat gewählt worden. Die fünf Aufsichtsräte hatten den designierten Präsidenten Sebastian Kramer damit beauftragt, einen Vorstand zusammenzustellen.

Stimmenverteilung bei der Aufsichtsratswahl: Das Kramer-Team (grün) gewann deutlich gegen das Herter-Team (rot). Bild: 96Freunde

Zum Weiterlesen: Erdrutschsieg statt knappem Duell: 4 Gründe, warum Kramer die bessere Wahlkampfstrategie hatte

3 Kommentare

  1. Das ist der Grund das ich die Mitgliedschaft beendet habe .Ohne M.K. würde es 96 nicht mehr so geben, es ist einfach nichts zu tun  und sich dann ins gemachte Bett begeben. Rolf Wilstermann

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