Gänsehaut-Moment nach dem Abpfiff: So emotional stimmt sich Hannover aufs Derby ein!

Martin Harnik und Salif Sané sind bei Hannover 96 gefordert. Foto: Getty

Was war da bloß in der zweiten Halbzeit los? Plötzlich zeigte das 96-Team, was in ihm steckt: Präzision beim Torabschluss, eine funktionierende linke Seite, eine sichere Defensive.

Keine Frage, man sollte den Sieg gegen Union Berlin nicht überbewerten: Die erste Halbzeit erinnerte stark an das Ball-hin-und-her-Geschiebe unter Tayfun Korkut. Sinnbild dafür war, dass Hannover genau null Schüsse auf das Tor von Union abgab. Die einzige wirklich gefährliche Aktion war ein Fernschuss von Marvin Bakalorz, der aber neben das Tor strich.

In der zweiten Hälfte hatte Hannover 96 das Glück des Tüchtigen: Eine butterweiche Vorlage von Martin Harnik kommt genau auf Niclas Füllkrug, der nur noch volley raufhauen muss: 1:0.

Das war es aber auch schon an hundertprozentigen Torchancen in Hälfte zwei. Das 2:0 entstand ohne Not durch ein Eigentor des Berliners Kreilach, dem der Ball in bester Tomislav-Piplica-Manier nach einer Prib-Ecke einfach auf den Kopf fiel – und von dort ins Tor sprang.

Was bleibt also nach dem Berlin-Spiel? Drei Erkenntnisse.

Die einzige wirkliche Veränderung im Vergleich zu den vorherigen Stendel-Spielen war eine etwas sichere Defensive, was darauf zurückzuführen ist, dass André Breitenreiter nicht auf so hohes Pressing setzt, wie Daniel Stendel es tat.

André Breitenreiter hat die linke Seite neu sortiert. Miiko Albornoz spielt nun hinten links und Edgar Prib im linken Mittelfeld. Bei Daniel Stendel war es zuvor andersrum. Diese Aufstellung wirkt besonders dann bei Angriffen, wenn Prib etwas in die Mitte zieht und Albornoz links außen weit nach vorne rückt.

Das 4-4-2 mit Niclas Füllkrug hat mehr Gefahr gebracht als zuvor das 4-5-1, bei dem Füllkrug, wenn er denn eingewechselt wurde, linksaußen oder rechtsaußen spielen musste. Im Gegenzug kommt Martin Harnik im 4-4-2 zu weniger Strafraumszenen, da sich das Spiel jetzt nicht mehr auf ihn konzentriert, sondern er mehr als zuvor als spielerischer Stürmer unterwegs ist.

Die Quintessenz? So viel hat sich taktisch bisher nicht getan. André Breitenreiter hat lediglich an wenigen Stellschrauben gedreht (tieferes Pressing, ein Stürmer mehr) und Nuancen verfeinert. Nur eine große Sache hat Breitenreiter geleistet, die Stendel nicht mehr zu schaffen vermochte:

Breitenreiter hat die nötige Ruhe in das nervöse Umfeld reingebracht: Während beim 0:0-Pausenstand beim letzten Heimspiel von Stendel die Zuschauer gepfiffen haben, haben sie beim 0:0-Pausenstand dieses Mal zögerlich applaudiert.

Etwas skurill ist die Fußnote, dass in der Rückrunde eine Sache von den Fans vehement gefordert wurde: Dass Maier spielen muss. Stendel beugte sich in der Rückrunde schließlich dem öffentlichen Druck und ließ Maier statt einem zweiten Stürmer spielen. Jetzt ist es ausgerechnet der zweite Stürmer, der trifft, während Maier wieder auf der Bank sitzt.

Nach dem Abpfiff herrschte ausgelassene Stimmung auf den Rängen! Mit diesem Gesang heizen Fans und Mannschaft sich vor dem Braunschweig-Derby an. Aber seht selbst (zum Start des Videos auf die Schaltfläche klicken):




Video: Magnus Weidke

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