Das ist der Grund, warum Uffe Bech Hannover 96 verlassen soll

Uffe Bech schaffte bei Hannover 96 nicht den Durchbruch. Jetzt muss der 24-jährige Däne wohl gehen. Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty

Die Zeichen stehen plötzlich auf Trennung: Keine Zukunft mehr für Uffe Bech bei Hannover 96. Noch ist zwar nichts endgültig, aber es sieht ganz danach aus, dass der talentierte Däne Hannover verlassen muss. Und dafür gibt es auch einen Grund, wie aus dem Umfeld des Vereins zu hören ist – mehr dazu in diesem Text.

Auf der einen Seite stimmt es jeden 96-Fan traurig, dass Uffe Bech wohl bald nicht mehr für Hannover 96 spielt. Der kleine Däne ist ein echter Sympathieträger – auf und neben dem Platz. Dribbelstark, lauffreudig, immer mit vollem Einsatz dabei und im Team geschätzt. Gut in Erinnerung geblieben ist das 4:0 gegen den FC Ingolstadt im November 2015 (das einzige überzeugende Spiel unter Michael Frontzeck in der Abstiegssaison 2015/16), als Uffe Bech mit einer grandiosen Leistung den Sieg herbeiführte. Ein Treffer und eine Vorbereitung machten den 4:0-Sieg gleichzeitig zum besten Spiel von Uffe Bech im 96-Trikot.

Auf der anderen Seite ist sich wohl auch jeder 96-Fan bewusst, dass der Kader ausgedünnt werden muss, wenn Horst Heldt weiterhin so viele starke Neuzugänge an Land zieht. Während Außenverteidigung, Innenverteidigung und Sturm gefühlt eher unter- als überbesetzt sind, muss der Rotstift deshalb vor allem im Mittelfeld angesetzt werden.

Gerade auf der rechten offensiven Außenbahn ist die Konkurrenz immens. Breitenreiter setzte hier zuletzt auf Felix Klaus. Wenn Noah Joel Sarenren Bazee fit ist, dürften die beiden sich um den Platz im rechten Mittelfeld einen echten Konkurrenzkampf liefern.  Zudem gibt es mit Kenan Karaman einen starken Backup-Spieler in der Offensive (6 Tore und 6 Assists in der Aufstiegssaison). Von Neuzugängen gar nicht zu sprechen. Kurzum: Es ist schlicht kein Platz für Uffe Bech, dem zwar niemand sein Talent abspricht, der aber weder unter Daniel Stendel noch unter André Breitenreiter den Durchbruch schaffte. Während Bech unter Stendel meistens noch eine Option war (schoss das 1:0 gegen Kaiserslautern, verletzte sich unglücklich dann beim 1:4 gegen Fürth), spielte Bech unter Breitenreiter insgesamt nur 63 Minuten und stand zuletzt meistens nicht mal mehr im Kader.

Den Grund, warum ein Uffe Bech gehen muss, ein Iver Fossum hingegen wohl bleiben darf, hat ein Vereinsverantwortlicher in einem Hintergrundgespräch mit 96Freunde.de treffend zusammengefasst.

Beide Spieler wurden vergangene Saison öfters hinterfragt – und bei beiden Spielern wird zurzeit diskuiert, ob es eine Zukunft für sie bei Hannover gibt. Fossum ist ein Spielertyp, dem die robuste zweite Bundesliga schlicht nicht liegt und der sich in der spielerisch starken ersten Liga viel wohler fühlen wird (denn hier kommen seine Stärken wie Übersicht und kontrollierter Spielaufbau besser zur Geltung). Das ist der Grund, warum Fossum wohl nächste Saison bei Hannover bleibt, selbst wenn seine Leistungen nicht immer zufriedenstellend waren. Uffe Bech hingegen hätte in der zweiten Liga eigentlich den Durchbruch schaffen müssen. Denn Bechs Stärken – Dribblings, hohes Tempo, aufreibende Zweikämpfe im Mittelfeld – hätten in der zweiten Liga gut zur Geltung kommen müssen. Kamen sie aber nicht. Ob das nun an den vielen Verletzungen lag, die den Dänen immer wieder zurückgeworfen haben, oder ob es einfach nicht gereicht hat, ist müßig zu diskutieren.

Erstligist Bröndby IF aus Dänemark ist an Uffe Bech interessiert. Auch wenn noch nichts final fest steht, wird Hannover 96 wohl ohne Bech in die neue Saison gehen.

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