Hannover 96: Trends aus dem Trainingslager

Das Trainingslager von Hannover 96 ist vorbei und unsere Hannoveraner Jungs sind zurück im winterlichen Niedersachsen. 9 Tage in Jerez de la Frontera, Spanien, liegen hinter ihnen, die als gewinnbringend bewertet werden können. 9 Tage, 11 Trainingseinheiten und 3 Spiele, die Stefan Leitl und sein Team nutzten, um die Mannschaft fit für die Rückrunde zu machen. Neben dem Tuning der Taktik wurde auch am Kollektiv gearbeitet, an Vertrauen und Spirit. Wir haben mal geschaut, wer die Gewinner in Spanien sind und wo der Trend hingeht.

GEWINNER:

Kolja Oudenne:
Der junge Schwede kehrt als Nutznießer zurück nach Hannover. Er konnte ein Tor und eine Vorlage gegen Zürich beisteuern und zeigte sich auch sonst sehr fleißig im Offensivspiel. Und er ist endlich mal wieder einer, der Ecken schießen kann! So einen wie Kolja können wir vorne echt gebrauchen!

Die 4er Kette:
Das Herzensthema von Stefan Leitl erlebt sein Comeback, denn scheinbar ist unsere Abwehr nun mental für dieses System bereit. Es sollte uns mehr defensive Stabilität verleihen und weniger Lücken anbieten.
Das Gute daran ist ja, dass Stefan Leitl immer noch spontan auf eine Dreierkette switchen kann. Denn das Personal hat nun beides drauf.

Marcel Halstenberg soll das Herzstück der neuen 4er Kette werden.

Sebastian Ernst:
Erleben wir gerade die Rückkehr unseres 10ers? Zahlt sich das beständige Dranbleiben und die harte Arbeit endlich aus für unseren Sebi? Mit einem Tor gegen Zürich und einer Vorlage gegen Amsterdam setzte der sympathische Hannoveraner Jung deutliche Ausrufezeichen. Hier fühlt sich jemand sichtbar wohl in der neuen/alten Raute.

Mohammed Damar:
In der Hinrunde blieb die Leihgabe aus Hoffenheim trotz guter Ansätze bei Hannover 96 noch außen vor. Stefan Leitl wird wissen warum. Mit zwei Toren und einem sichtbar guten Spielverständnis will Mo nun aber endlich mehr als nur Kurzeinsätze. Er könnte im Mittelfeld oder sogar als Ersatz auf der 10 auflaufen. Diese Chance hat er sich in Spanien wirklich erarbeitet.

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Die Standards:
In der Hinrunde gehörte Hannover 96 zu den mit Abstand schlechtesten Teams, was das Nutzen von Standards anging. Training und deutliche Verbesserung waren also ein Muss! Somit sah man in Jerez dann auch öfters Kameraden aus Metallgitter, gegen die sich unsere Angreifer nach Freistößen und Ecken durchsetzen sollten.
Ergebnis des Trainingsschwerpunkts waren 2 Tore von Sebi Ernst und Phil Neumann nach ruhenden Bällen. Und der sichtbare Wille, in Zukunft mehr aus diesen Möglichkeiten zu machen.

Die gute Laune:
Bei knapp 20 Grad durfte das nach dem Hinrundenendspurt viel gescholtene Team neue Energie tanken. Fernab des deutschen Winters wurden die Akkus mit positiver Energie und neuem Selbstvertrauen aufgeladen. Ganz wichtig hierbei die Impfung, daß man auch mal 1, 2 oder 3 Tore kassieren kann, um dann gemeinsam als Team auf zu stehen und letztendlich als Team doch noch zu gewinnen. Moral und Willen sind 2 elementare Säulen in der 2. Bundesliga, auf die es in den Rückspielen wieder ankommen wird.

Antonio Foti:
Bei seinen Einsätzen zeigte sich der junge Zypriote als Aktivposten und darf sich neue Hoffnungen für die Rückrunde machen. Mit und gegen den Ball suchte er die Zweikämpfe und zeigte sich deutlich physischer als zuvor. Auch spielerisch mit guten Ideen. Das dürfte Stefan Leitl gefallen haben.

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Auszeichnungen im „Kicker“:
Zeitgleich mit dem Trainingslager veröffentlichte der „Kicker“ seine Ranglisten, Stand Winter 23/24. Darin sahnten gleich mehrere Spieler von Hannover 96 das Lob des Fachblatts ab:
Marcel Halstenberg wird als bester Innenverteidiger der Liga gelistet, und auch Bright Arrey-Mbi taucht auf der Position als „auffällig“ auf.
Ron-Robert Zieler, Fabian Kunze, Cedric Teuchert und Derrick Köhn gehören hiernach ebenfalls zu den Besten in der Liga auf ihren Positionen.

Ndikom hat unter der Sonne Spaniens auf sich aufmerksam gemacht – der erste Profivertrag war nur die logische Folge.

Montell Ndikom:
Frech, frisch und pfeilschnell, aber noch etwas verspielt und nicht physisch präsent genug. Dem 18jährigen Kapitän der U19 gehört die Zukunft, und so gab es unter der Sonne Spaniens als Dankeschön und extra Motivation auch den ersten Profivertrag aus den Händen von Marcus Mann. Super Typ, dieser Monti!

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Lest auch: Phil Neumann ist unverzichtbar

Das Pressing:
Nach den Erfolgen der ersten Spiele, in denen die Gegner durch eine hohe Intensität vor dem eigenen Tor schon unter Druck gesetzt wurden, verflachte das Pressing der Roten etwas. Auch das Erzielen früher Tore ging uns abhanden. Lag es an dem zwischenzeitlichen Ausfall von Nicolo Tresoldi und Cedric Teuchert?
Egal, das hohe Anlaufen war in Spanien wieder zurück und hatte sichtlich Spaß am Ärgern hochkarätiger Gegner. Auch Elversberg sollten wir mit einem möglichst frühen und ungemütlichen Stören den Spaß am Spiel nehmen.

Alexander Babitsch und Tom Moustier:
Die beiden Youngster bekamen als Nachrücker im zweiten Test gegen Amsterdam jeweils 20 Minuten Spielzeit und halfen stabil in der Defensive mit. Für sie war so eine Vorbereitung in Südspanien eine große Erfahrung und dürfte sie motivieren, weiter dran zu bleiben.

UND SONST SO:
Wir haben leider auch Rote an Bord, für die es nicht so gut lief und die immer noch und immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen haben, so wie etwa Christopher Scott. Unser hoch veranlagter Leihspieler aus Antwerpen reiste früh wieder zurück nach Deutschland, um seine Rückenprobleme in den Griff zu bekommen.

Andere Spieler wie etwa Bright Arrey-Mbi zittern beim Neustart der 4er Kette um ihren bisherigen Stammplatz bei Hannover 96. Einer der 3 Innenverteidiger der letzten Monate wird im neuen System für einen schienenspielenden Außenverteidiger weichen müssen. Wird Bright seinen Platz an Derrick Köhn verlieren?
Ebenfalls interessant wird es, wie sich Louis Schaub wieder in den Vordergrund spielen wird. Kolja Oudenne, Antonio Foti und auch Mo Damar machen ordentlich Druck auf die Startelf. Zudem machte Sebi Ernst auf der 10 in der Raute einen guten Eindruck. Harvard Nielsen und Nicolo Tresoldi hingegen kommen momentan nicht richtig in Fahrt.
Auch Lars Gindorf nimmt viele wichtige Erfahrungen aus Jerez mit. Mit so viel Konkurrenz auf seiner Position im offensiven Mittelfeld war es natürlich schwer, in nur 9 Tagen Akzente zu setzen.

DER TREND:
Es ist gut zu sehen, wie Spieler den Schwung aus der Hinrunde mitnehmen, so etwa Phil Neumann, Kolja Oudenne, Marcel Halstenberg und Fabian Kunze. Und es gibt Spieler wie Sebi Ernst, Antonio Foti und Sei Muroya, die gerade ihre Chance nutzen, um den Fuß in die Startelf zu bekommen. Auch Mo Damar zeigt sich hungrig. Genau diesen gesunden Konkurrenzkampf brauchen wir.

Sollte die 4er Kette mit Raute (oder flach) tatsächlich der Plan sein, mit dem wir die Rückspiele bestreiten werden, ist es Motivation und Chance für jeden, sich neu zu zeigen. Das tut der Startelf und dem Kader insgesamt sehr gut.
Noch 1 Woche, bis der Ball endlich wieder rollt. Habt Ihr auch schon so Bock, liebe Roten?!

Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!

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