Frech vom DFB: Ex-96er kurz vor WM gefeuert

STUTTGART, GERMANY - MARCH 30: Head coach Otto Addo of Ghana looks on prior to the international friendly match between Germany and Ghana at MHP Arena on March 30, 2026 in Stuttgart, Germany. (Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Das ist ziemlich frech vom DFB. Am gestrigen Abend quälte sich die deutsche Nationalmannschaft zu einem 2:1-Erfolg im Testspiel gegen Ghana – und nur wenige Stunden später muss ein Ex-96er seine Koffer packen. Und das kurz vor der Weltmeisterschaft.

Mit Ruhm hat sich die Mannschaft von Julian Nagelsmann wahrlich nicht bekleckert. Trotz drückender Überlegenheit dauerte es bis zur 88. Minute, ehe Deniz Undav den 2:1-Siegtreffer erzielte. Die Spiele gegen die Schweiz und Ghana haben gezeigt: Vor der WM muss sich noch einiges tun.

Doch um die deutsche Nationalmannschaft geht es hier nur indirekt. Denn mit dem Sieg haben sie einen ehemaligen Roten vom Thron gestoßen: Ghanas Trainer Otto Addo. Nur vier Stunden nach der Niederlage – bei der sich Ghana aus neutraler Sicht durchaus ordentlich präsentierte – musste er seinen Posten räumen.

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Ergebnisse unter Addo zu schwach

Offizieller Grund: Die Ergebnisse hätten zuletzt nicht mehr gestimmt. Die letzten vier Testspiele gingen allesamt verloren, und nur drei Tage vor dem Spiel gegen Deutschland setzte es in Österreich eine deutliche 1:5-Niederlage.

Dass sich Ghana unter Addo erfolgreich für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat und in der Qualifikation lediglich eine Niederlage hinnehmen musste, scheint dabei in Vergessenheit geraten zu sein. In der WM-Gruppenphase trifft Ghana auf England, Kroatien und Panama – ein Weiterkommen unter Addo traut man offenbar nicht zu.

Otto Addo ist in Deutschland aufgewachsen und spielte zwischen 1996 und 1999 für Hannover 96. In 40 Spielen erzielte der offensive Mittelfeldspieler acht Treffer. In der Saison 1997/98 gehörte er zur Aufstiegsmannschaft und schaffte den Sprung aus der Regionalliga (damals die 3. Liga) in die 2. Bundesliga. Ein Jahr später wechselte er zu Borussia Dortmund.

Wer dennoch ein kleines rotes Herz für die ghanaische Nationalmannschaft hat, kann aufatmen: Mit Derrick Köhn hat ein weiterer ehemaliger Roter beste Chancen auf ein WM-Ticket.

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