Lieber Herr Wagner: Taibi ist ein MUSS

HANOVER, GERMANY - AUGUST 16: Waniss Taibi of Hannover fights for the ball with Hauke Wahl of Wolfsburg during the 2. Bundesliga 2026/27 match between Hannover 96 and VfL Wolfsburg at Heinz von Heiden Arena on August 16, 2026 in Hanover, Germany. (Photo by Selim Sudheimer/Getty Images)

Ich finde es nach wie vor erstaunlich, welchen Wandel Hannover 96 innerhalb der 90 Minuten gegen Dresden durchlebt hat. Die zweite Halbzeit ist definitiv etwas, auf dem sich aufbauen lässt. Dabei sehe ich einen klaren Zusammenhang mit einem Spieler, der unter Wagner bislang noch gar nicht so richtig zum Zug gekommen ist: Waniss Taibi.

Im zweiten Durchgang kam der Franzose für Oudenne ins Spiel – und der Zugriff im Zentrum veränderte sich auf Anhieb.


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Taibi hat erneut gezeigt, dass er ein wichtiger Ankerpunkt für das Umschaltspiel von Hannover 96 sein kann. Das verdeutlichen beispielsweise die 6,3 Kilometer, die er wohlgemerkt in nur 45 Minuten zurücklegte, sowie drei progressive Läufe. Dabei handelt es sich um Läufe, die einen deutlichen Raumgewinn in Richtung des gegnerischen Tores ermöglichen. Insgesamt machte Taibi durch diese Läufe 81,4 Meter gut.

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Taibi kann auch Thórdarson helfen

Darüber hinaus zeichnete ihn eine hohe Variabilität aus: Er war regelmäßig sowohl auf der linken als auch auf der rechten Mittelfeldseite zu finden. Auch wenn die 27 Ballkontakte auf den ersten Blick nicht besonders viel erscheinen, unterstreichen sie, wie sicher Taibi den Ball am Fuß führen und mit ihm Räume überbrücken kann.

Lieber Herr Wagner, Taibi muss meiner Meinung nach in die Startelf drängen. Und das auch aus einem weiteren Grund: Kapitän Thórdarson. Gegen Dresden blieb er auffallend blass. Meiner Meinung nach liegt das auch daran, dass er das Zentrum ohne Taibi deutlich stärker in Eigenleistung abdecken muss. Sowohl Hartel als auch Oudenne sind offensiver ausgerichtet als Taibi. Das bedeutet für Thórdarson zwangsläufig mehr Druck durch die gegnerischen Offensivreihen und weniger Raum, um sich selbst zu entfalten.

Machen wir uns nichts vor: Auch das Duo Taibi/Roggow hat deutlich besser funktioniert. Allerdings muss ich sagen, dass ich einen Thórdarson, der seine gewohnte Leistung abruft, für den stärkeren Spieler halte. Roggow wiederum ist für mich eine ideale Ergänzung für das letzte Drittel.

Umso spannender wird die Frage, wie unser Coach das Zentrum im anstehenden Spiel in Heidenheim besetzen wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Veränderungen geben wird. Nach dem Auftritt gegen Dresden hat Taibi jedenfalls gute Argumente für einen Platz in der Startelf gesammelt.

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