Ein Abend für die Ewigkeit: Als Hannover 96 in Kopenhagen zauberte

COPENHAGEN, DENMARK - NOVEMBER 03: Lars Stindl of Hannover celebrates after scoring his team'S second goal during the UEFA Europa League Group B match between FC Kobenhavn and Hannover 96 at Parken Stadion on November 3, 2011 in Copenhagen, Denmark. (Photo by Joern Pollex/Bongarts/Getty Images)

Es war einer dieser Abende, die mich nachhaltig geprägt haben. Heute vor 15 Jahren, am 3. November 2011, gastierte Hannover 96 in Kopenhagen. Es war der vierte Spieltag der Europa League-Gruppenphase in der Saison 2011/12 – und was folgte, war pure Nostalgie.

Ich war damals 14 Jahre alt – jenes Alter, in dem man fußballerisch erst so richtig sozialisiert wird. Und ihr könnt mir wirklich glauben, wenn ich schreibe, dass dieser Auftritt und vor allem diese Mannschaft etwas mit mir gemacht haben! Die Namen der Spieler, die sich damals Woche für Woche für Hannover 96 aufgerieben haben, gehen runter wie Öl: Zieler, Schulz, Schmiedebach, Pinto, Stindl, Pander, Schlaudraff, Abdellaoue und Ya Konan – um nur einige von ihnen zu nennen.


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In Dänemark ging es um nicht weniger als den Einzug ins Sechzehntelfinale. Denn wie wir später erfahren sollten, war dieser Auswärtssieg dafür von entscheidender Bedeutung.

Hannover 96 mit Willen, Fans und Charakteren

Wir schreiben die 67. Spielminute: Hannover 96 gerät durch den Treffer von N’Doye mit 0:1 in Rückstand. Doch das Wort Aufstecken kannten die Männer von Mirko Slomka nicht. Hinzu kamen die knapp 12.000 Schlachtenbummler aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, die ihre Mannschaft unerbittlich nach vorne peitschten.

Und das sollte sich doppelt auszahlen: In der 71. Minute traf Schlaudraff zum Ausgleich, und nur drei Minuten später erzielte Lars Stindl das wohl geilste Tor seiner Karriere. Ein Treffer, der ohne Frage in die Geschichtsbücher unseres Vereins eingegangen ist.

Und vor dem Fernseher – ich konnte meinen Vater leider nicht davon überzeugen, mit seinem „kleinen Jungen“ gen Norden aufzubrechen – saß ein junger Roter mit heruntergeklappter Kinnlade, der seine Emotionen gar nicht richtig verarbeiten konnte.

Fünfzehn Jahre später muss ich festhalten, dass ich unendlich dankbar bin, diese Zeiten mit meinem Verein durchlebt haben zu dürfen. Es war eine Phase, die die jüngere DNA von Hannover 96 entscheidend geprägt hat – und darauf können wir auch heute noch stolz sein.

Ich wünsche jedem jungen Fan von Herzen, dass er ähnliche emotionale Erfolge mit seinem Verein feiern darf. Denn genau das macht den Fußball aus!

Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!

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