Gebrochen nach dem Derby: Hannover 96 verliert mehr als nur ein Spiel

BRAUNSCHWEIG, GERMANY - OCTOBER 25: Sandro Wagner, head coach of Hannover 96 looks on during the 2. Bundesliga 2026/27 match between Eintracht Braunschweig and Hannover 96 at Eintracht-Stadion on October 25, 2026 in Braunschweig, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Ich weiß gar nicht so richtig, was man nach diesem gestrigen Auftritt schreiben soll. Vorweg: Man kann ein Derby verlieren – aber niemals ohne Kampf, Leidenschaft und Engagement. Genau das ist gestern jedoch passiert. Und dadurch ist etwas bei uns Fans kaputtgegangen.

Als treuer Anhänger erwartet man – und das völlig zu Recht –, dass gerade in einem Spiel gegen den ungeliebten Nachbarn 90 Minuten plus Nachspielzeit alles für die eigenen Farben gegeben wird. Falls das nicht ist, gab es in der Vergangenheit zumindest genügend Einzelkämpfer, die das Team mit ihrem Feuer angesteckt haben. Aber auch nach ihnen hat man gestern vergeblich gesucht.


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Es schien, als sei niemandem bewusst gewesen, was dieses Spiel für die Fans und die Region Hannover bedeutet. Auch wenn Wagner und Co. vor dem Anpfiff natürlich das Gegenteil proklamiert hatten.

Fans von Hannover 96 maßlos enttäuscht

Ich habe euch nach eurer Meinung gefragt. Hier eine kurze Zusammenfassung eurer Rückmeldungen: Es war keine Leidenschaft zu spüren, das Duo Boldt und Becker hat aus eurer Sicht versagt, und angesichts der aktuellen Leistung fragen sich viele, wen man in dieser 2. Liga überhaupt noch schlagen soll.

Ein treuer 96er – viele von euch dürften Touri kennen – hat es folgendermaßen formuliert:

„Ich bin noch immer gebrochen. Das war ich schon lange nicht mehr. Ich bin jetzt seit 32 Jahren stolzer Roter, seit meinem sechsten Lebensjahr. Aber heute bin ich tatsächlich gebrochen. Es fehlt an allen Ecken und Kanten, und ob Boldt und Becker noch die Richtigen sind, wage ich stark zu bezweifeln. Es muss gehandelt werden, es muss die Notbremse gezogen werden. Ansonsten ergeht es uns, leider Gottes, wie Düsseldorf, wenn man nicht endlich das Ruder herumreißt. Es wird Zeit, dass sich da etwas tut.“

Jetzt heißt es erst einmal, noch ein paar Nächte darüber zu schlafen. Denn die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, denn bereits am Mittwoch geht es im Pokal weiter. Für dieses Spiel erwarte ich übrigens rein gar nichts. Hannover 96 ist größer als alles andere in dieser Sportwelt. Trotzdem tut es weh.

Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!

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