Unsere Roten haben gegen Paderborn unter legendären Rahmenbedingungen auch ihr letztes Duell in den Top 5 bestritten – erneut ohne Niederlage – und schweben somit irgendwie schwerelos durch den Kosmos der kommenden letzten vier Spiele. Der Ausgang ist dabei völlig offen und abhängig von den Ergebnissen der sich bekämpfenden Konkurrenz. Wenn es der Fußballgott doch noch so will, stolpert ein Kandidat und Rot rückt nach oben. Genau deshalb sollten wir ganz cool bleiben und uns auf unsere eigene Kür konzentrieren.
Insgeheim warte ich momentan auf einen Turning Point, wie wir ihn im Endspurt der Saison 2016/17 erlebt hatten: Am 33. Spieltag zerlegte Arminia Bielefeld den BTSV nicht nur überraschend, sondern gleich mit 6:0 und katapultierte uns damit endlich auf einen direkten Aufstiegsplatz. Es war die heiß ersehnte Schützenhilfe, die uns die Tür zurück ins Oberhaus aufstieß.
Zwar tummeln sich aktuell noch fünf statt wie damals nur drei Aufstiegsanwärter in aussichtsreicher Position. Aber unser Traum lebt und ist dank unseres Trainers hellwach. Ein Indiz dafür ist das Mindset, das Christian Titz in die Köpfe seiner Jungs einpflanzt: Auch gegen Paderborn gab es wieder eine sehr diskussionswürdige Szene, die Hannover am Ende zwei weitere Punkte kostete. Doch anstatt sich an schwachen Schiedsrichtern oder einflussreichen VAR-Entscheidungen abzuarbeiten, benannte er eigene Wackler im Spiel, die wir auch in dieser Saisonphase noch besser vermeiden können.
Hannover 96 mittendrin: Wer stolpert zuerst?
In den zurückliegenden Duellen gegen Schalke, Elversberg und Co. konnte man genau erkennen, wie brutal eng dieses Rennen ist. Wenige, kleine Fehler entscheiden über Sieg oder Niederlage: ein knapp verpasstes Tor oder ein fahrlässig kassierter Gegentreffer. Der Teufel steckt hier schon länger im Detail, auch wenn manche Fans vielleicht „nur ein enttäuschendes Unentschieden“ sehen. Doch es ist mehr als das: Die Situation an der Spitze der 2. Liga gleicht aktuell Rasenschach auf höchstem Niveau.
Vier Spieltage vor dem Saisonfinale ist in diesem Irrenhaus weiterhin alles offen. Und der Trainer hält die Spannung hoch, indem er immer wieder unerwartete Nuancen ins System einbaut, um Lücken in die Statik der Gegner zu reißen. So wurde der oft belächelte Bastian Allgeier in der Innenverteidigung installiert, um mit seiner Geschwindigkeit die Defensive zu stabilisieren – eine Aufgabe, die er in den letzten Partien tatsächlich solide erfüllte.
Titz mit taktischen Kniffen im Endspurt
Enzo Leopold rückte von der Sechs zurück und gab erfolgreich den modernen Libero, während sich „die isländische Tanne“ Stefan Teitur Thordarson endlich im zentralen Mittelfeld etablieren konnte. Sein Tor gegen Darmstadt und nun der Diagonalpass auf Mustapha Bundu: ein Traum!
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