Zweiter Heimsieg binnen weniger Tage: Starkes Hannover 96 bezwingt verdient den 1. FC Heidenheim mit 2:1

Hendrik Weydandt, der hier den Ball abschirmt gegen Heidenheims Sebastian Griesbeck, blieb trotz Gelegenheiten zwar ohne Tor - sorgte aber mit Aktionen wie hier an der Eckfahne für wertvollen Zeitgewinn. Foto: Getty Images

Zu Beginn dieser Woche hatte Hannover 96 lediglich zwei Heimsiege in der aktuellen Zweitliga-Saison auf dem Konto. Nun kamen innerhalb weniger Tage zwei weitere hinzu. Nach dem 3:0 gegen Dynamo Dresden am Mittwochabend legte die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak am Sonntagnachmittag in der Corona-bedingt natürlich erneut leeren HDI Arena einen 2:1-Erfolg über den 1. FC Heidenheim nach.

Kocak hatte gegenüber der Dresden-Partie nur eine Veränderung in der Startelf vorgenommen. Für Josip Elez rückte Timo Hübers in die Anfangsformation. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und intensives Spiel, nach einer frühen Torchance für Marvin Ducksch (5.) dauerte es jedoch bis zu den nächsten Höhepunkten am oder im Strafraum.

Nach knapp einer halben Stunde war Ducksch zur Stelle und traf zum 1:0. Nach Einleitung von Julian Korb konnte John Guidetti bis zur Grundlinie laufen und mit viel Geduld und Übersicht den Ball in den Fünfmeterraum zu Ducksch passen. Vorangegangen war ein sehr langer 96-Ballbesitz. Die Hannoveraner passten sich den Ball zu und legten sich kombinationssicher den Gegner zurecht, wie man es sonst nur von den im Pep-Guardiola-Stil agieren Mannschaften kennt.

Eine der wohl besten Halbzeiten von Hannover 96 in dieser Saison, auch wegen zahlreicher flüssiger Aktionen und der guten Arbeit gegen den Ball, krönte Edgar Prib in der 41. Minute mit dem 2:0. Der Kapitän schlenzte den Ball ins Netz. Vorangegangen war ein Foul an Guidetti. Schiedsrichter Felix Zwayer wollte zunächst pfeifen, ließ die Partie aber weiterlaufen. Die „Roten“ blieben in Ballbesitz, verlagerten das Spiel und erarbeiteten sich eine neue Chance.

Nach der Pause wurden die Heidenheimer aktiver. Ein Schuss von Tim Kleindienst strich kurz nach dem Seitenwechsel noch knapp übers Tor. In der 62. Minute musste 96-Keeper Ron-Robert Zieler zum ersten Mal überhaupt in dieser Begegnung eine Torchance des 1. FC abwehren, als er einen Versuch von Konstantin Kerschbaumer um den Pfosten lenkte.

Es folgte eine hektische Schlussphase – auch weil das Momentum gegen 96 auszuschlagen drohte (72.). Ducksch bekam das 3:0 praktisch geschenkt – er schoss jedoch Patrick Mainka an, der Heidenheimer befand sich vor der Linie des völlig verwaisten Tores des 1. FC. Nur zwei Minuten später verkürzte Stefan Schimmer nach einem Eckball auf 2:1.

Nun gerieten die bis dahin so souveränen Niedersachsen sukzessive unter Druck. Mit einem Schuss aus der Drehung verfehlte David Otto nur um wenige Zentimeter den Ausgleich (79.), zudem wurde Heidenheims Topstürmer Kleindienst immer stärker. Auf der Gegenseite vergaben die eingewechselten Cedric Teuchert (84.) und Hendrik Weydandt (84., 87.) beste Gelegenheiten zur endgültigen Entscheidung. In der Nachspielzeit ließ 96 aber geschickt die Uhr runterlaufen und setzte sich mit clever herausgeholten Einwürfen und Eckbällen in der Heidenheimer Defensivzone fest. Durch den Sieg sprangen die Hannover zurück auf den 6. Platz der 2. Bundesliga, diesen Rang hatten sie bereits vor Beginn des aktuellen Spieltags inne. Mit nun 42 Punkten ist der Klassenerhalt, in der Hinrunde noch durchaus in Gefahr, endgültig absolut sicher.

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1 Kommentar

  1. Die bislang beste Vorstellung in dieser Saison, spannend und kurzweilig. So will ich die Roten sehen! Natürlich gibt es auch etwas zu meckern: Der ansonsten sehr gute Haraguchi sollte dringend Flanken üben und Weydandt braucht Zielwasser. Das Spiel hätte bei entsprechender Chancenverwertung 5:1 ausgehen können. Sofern es für Weydandt vernünftige Gebote geben wird, sollten wir ihn ziehen lassen. Tore schießen im Moment andere Spieler.

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