Wegen Esser-Verbleib wohl kein Platz für Tschauner – Prib verlängert bei Hannover 96

Prib verlängert bei Hannover 96 bis 2021

Hannover 96 verlängert mit Edgar Prib (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Hannover – Hannover 96 hat den auslaufenden Vertrag mit Edgar Prib um weitere zwei Jahre verlängert.

Bundesliga-Absteiger Hannover 96 hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Mittelfeldspieler Edgar Prib um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Dies gaben die Niedersachsen am Dienstag bekannt. Der 29-Jährige hatte wegen zweier Kreuzbandrisse fast zwei Jahre lang pausieren müssen und war erst im Frühjahr wieder in die Mannschaft zurückgekehrt. 2013 war der gebürtige Russe von der SpVgg Greuther Fürth zu Hannover 96 gewechselt.

„Eddy ist ein Kämpfer, der sich voll und ganz mit dem Klub und der Region identifiziert“, sagte 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff. Prib freut sich speziell auf ein Wiedersehen mit dem neuen Trainer Mirko Slomka: „Er hat mich damals zu 96 geholt. Ich fühle mich mit dem Klub und den Menschen verbunden.“

Auch Michael Esser bleibt Hannover 96 wohl erhalten. Zwar hatte Fortuna Düsseldorf zwischenzeitig Interesse angemeldet, war aber laut „Bild“ nicht bereit, die 2,5 Millionen Euro Ablöse zu zahlen, die Hannover 96 gefordert hatte. Esser sagte in der „Bild“, dass er damit rechne, zum Trainingsstart am 17. Juni in Hannover dabei zu sein.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wohl kein Platz für Philipp Tschauner im Team sein wird. Der Zweikampf zwischen Tschauner, der bis Sommer 2018 die Nummer 1 war, und dem neuen Stammtorwart Michael Esser hatte in der Hinrunde die Stimmung in der Mannschaft negativ beeinflusst, weil Tschauner gleichzeitig als Kritiker von Trainer André Breitenreiter galt. Esser hat in der Rückrunde durch herausragende Leistungen seinen Stammplatz gesichert, während der zur Rückrunde ausgeliehene Tschauner mit Ingolstadt abgestiegen ist.

Geschäftsführer Martin Kind hatte zuletzt durchblicken lassen, dass sich die belastende Situation zwischen Esser und Tschauner nicht nochmal wiederholen dürfe. Tschauner, der 2017 mit emotionalen Kabinenansprachen wesentlich zum Aufstieg beitrug und während Pribs Verletzung zeitweise die Kapitänsbinde bei Hannover 96 trug, dürfte sich jedoch nicht mit einem Platz auf der Auswechselbank zufrieden geben, so dass die Zeichen hier auf Trennung stehen.

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