Wegen den Zeugen Jehovas: Deswegen mussten 96 und der SC Freiburg damals umziehen

In der Hinrunde erreichte 96 mit Salif Sané ein 1:1 in Freiburg. Nun trifft man sich in Hannover wieder. Foto: Michael Kienzler/Bongarts/Getty Images.
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Diesmal sind sie ganz schön früh dran: Der SC Freiburg ist am 22. Spieltag der aktuellen Saison zu Gast in der HDI Arena. Ihre letzten zwei Auswärtsspiele in Hannover bestritten die Breisgauer am jeweils letzten Spieltag – verbunden mit Dramen und Geschichten. Es ging in der gemeinsamen Historie beider Vereine aber auch anders, 96 gegen den SC zum Auftakt einer Saison nämlich – und dabei wird es kurios. Aber der Reihe nach.

Zum ersten Mal treffen Hannover 96 und der SC Freiburg in einem Pflichtspiel aufeinander. Und das ist nicht die einzige Premiere an diesem 1. August 1981. Denn der 1. Spieltag dieser Saison ist zugleich der Auftakt in die neue eingleisige 2. Bundesliga. Hannover 96 gewinnt durch Tore von Horst Neumann (33.) und Bernd Gorski (58.).

So weit, so erfolgreich. Verrückt sind aber die Randbedingungen: 96 muss für dieses Punktspiel ins Eilenriedestadion umziehen, denn das Niedersachsenstadion ist zeitgleich belegt. Wegen einer Tagung der Zeugen Jehovas! Der unattraktive Ausweichort, außerdem vierstündiger Dauerregen vor dem Spiel – dass nur 7150 zahlende Fans in die Eilenriede kommen, ist kein Zufall. Bitter für die Spieler: Sie kassieren nur 200 Mark Siegprämie, erst ab einer Besucherzahl von 8500 Zuschauern sah die Prämienregelung 400 Mark pro Sieg vor. Doch das 96-Präsidium zeigte sich gnädig, verdoppelte trotzdem.

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Der 34. Spieltag der Saison 2013/2014 verläuft dann vergleichsweise unspektakulär im Vergleich zum großen Showdown, der ein Jahr später folgen sollte. 96 schließt die Spielzeit mit einem 3:2-Sieg gegen die Breisgauer ab und überspringt die 40-Punkte-Marke. Beide Mannschaften sind aber vor der Partie bereits gerettet.

Ganz anders am 23. Mai 2015, als beide mittendrin sind im irren Abstiegskampf. An diesem letzten Spieltag gewinnt 96 mit 2:1 und rettet die Klasse, die Freiburger purzeln vom 14. auf den 17. Platz zurück und steigen direkt ab. Ausgerechnet dem kleinen Japaner Hiroshi Kiyotake gelingt per Kopfball die 1:0-Führung – und das in der dritten Minute, was die 96-Fans vorerst beruhigt. Per Wahnsinns-Eigentor sorgt Pavel Krmas (84.) für das 2:0 der Hannoveraner, als er am Pfosten den Ball beim Klärungsversuch ins eigene Tor hämmert. Das Anschlusstor von Nils Petersen (90.) kommt zu spät, kurz danach beginnt in der Arena die große 96-Nichtabstiegsparty.

In den beiden Spielzeiten danach gehen sich 96 und Freiburg durch Abstiege und Aufstiege aus dem Weg, nach fast drei Jahren Pause ist die Mannschaft von Christian Streich also wieder in Hannover zu Gast. Das Spiel beginnt am Samstag um 15.30 Uhr – man darf gespannt sein, welche Geschichten diesmal geschrieben werden.

Voraussichtliche Aufstellung:

Tschauner – Korb, Elez, Sané, Anton, Ostrzolek – Fossum, Schwegler – Klaus, Bebou (Harnik) – Füllkrug

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