Standard vorbildlich vollendet, Konter konsequent ausgespielt: 96 auf Erstliganiveau

Etwas war anders nach Abpfiff! Nach dem 2:0-Heimsieg kamen die Spieler nicht in die Fankurve, um sich feiern zu lassen – zumindest nicht gleich.

Stattdessen standen sie zwei Minuten, eng umschlungen Arm in Arm, in der Mitte des Spielfeldes:



Stendel hielt gestikulierend eine Ansprache nach Abpfiff, lobte seine Spieler für deren Energieleistung, machte ihnen klar, was sie hier gerade geleistet hatten: Denn dieser Sieg war mehr als nur ein 3-Punkte-Erfolg: Er war eine Weichenstellung.


st-pauli
Stimmungsvoll: Vor Anpfiff ließen 96-Fans weiße Zeitungsschnipsel auf die Zuschauer regnen. Das Banner im Hintergrund war hingegen derbe: Am Anfang stand „Kämpfen, bis die Fetzen fliegen“ auf dem Banner; danach wurde das „e“ in „Fetzen“ gegen ein „o“ ausgetaucht.

Das 2:0 gegen St. Pauli (Tore: Karaman und Klaus) war rundum verdient und kam nicht von ungefähr.

In kniffligen und harten Zweikämpfen gewannen die Hannover-Spieler mit größtem Körpereinsatz ab der ersten Minute Oberwasser. Vor allem das Mittelfeld war hellwach, Bakalorz und Schmiedebach störten aggressiv und ließen die Paulianer nur selten gefährlich vors Tor kommen. Hannover überzeugte mit souveräner Defensivarbeit (nur eine echte Großchance für St. Pauli in 90 Minuten – Tschauner kratzte den Ball aus dem Torwinkel) und konsequenter Offensivarbeit:

Erst wurde eine Standardsituation vorbildlich vollendet: Freistoß Albornoz direkt auf Strandberg am langen Pfosten, der platziert in die Mitte zu Karaman köpft, der nur noch einzunicken braucht.

Dann wurde ein Konter mustergültig ausgespielt: Nach starker Vorarbeit von Harnik auf der linken Seite schiebt Klaus souverän ins leere Toreck ein.

Dabei hätte es sogar schon in der ersten Halbzeit 1:0 für Hannover 96 stehen müssen, doch ein Treffer von Iver Fossum wurde fälschlicherweise von Dr. Felix Brych aberkannt:

Zwar stand Vorbereiter Albornoz im Abseits – Albornoz wurde jedoch vom Gegenspieler angespielt. Der Treffer hätte also zählen müssen.

Was aber passierte nach dem Abpfiff, nachdem Stendel seine Ansprache an die Spieler hielt?

Stendel gab Ihnen die Erlaubnis, sich richtig feiern zu lassen. Erst liefen die Spieler zum Feiern zur Westtribüne, danach gab es gewaltigen Jubel in der Nordkurve!




Danach stimmten die Fans einen weiteren Gesang an: „Daniel Stendel, du bist der beste Mann“ hallte es durch das Stadion.

Stendel kam auch kurz Richtung Nordkurve und machte eine La Ola-Welle mit.

Hinterher holten die Fans ein altes, lieb gewonnenes Lied hervor, das fast schon in Vergessenheit geraten war:

„Europapokal – Vierschanzentournee!“

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