André Breitenreiter übernimmt

Daniel Stendel ist freigestellt. Am Trainer lag es nicht, dass Hannover 96 in einen leichten Abwärtstrend geraten war, sagte Martin Harnik vor einer Woche. "Da könnte uns auch Guardiola trainieren." Foto: Getty Images

Jetzt ist es offiziell: Daniel Stendel ist nicht mehr Trainer von Hannover 96. Er wurde in einem persönlichen Gespräch mit Martin Kind über die Entscheidung des Vereins informiert. Auch Co-Trainer Markus Gellhaus ist freigestellt.

Unter Stendel holte Hannover 96 in der ersten und zweiten Bundesliga in insgesamt 31 Spielen 15 Siege und 9 Unentschieden bei 7 Niederlagen.

Nach dem 0:2 gegen Karlsruhe hatte Kind bereits Geschäftsführer Martin Bader und dessen Kaderplaner Christian Möckel freigestellt und Horst Heldt als Sportdirektor engagiert. Bei den anschließenden Spielen gegen 1860 München (1:0) und St. Pauli (0:0) holte Hannover vier Punkte, ohne spielerisch zu überzeugen. Für viele Fans war Stendel eine Identifikationsfigur, weil er schon als Spieler jahrelang dem Verein treu gewesen war und beim Bundesliga-Aufstieg 2001/02 mit seinen 15 Toren eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Horst Heldt äußerte sich wie folgt: „Hannover 96 hat in dieser Saison ein Ziel: der direkte Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Diesem Ziel müssen wir alle Entscheidungen unterordnen. Daniel Stendel hat die Aufgabe als Cheftrainer vor knapp einem Jahr in einer schwierigen Phase übernommen und rund um den Klub eine Euphorie entfacht. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sahen uns nach den Ergebnissen und den Auftritten der Mannschaft in den letzten Wochen aber zu diesem Schritt gezwungen.“

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Horst Heldt weiter: „Der Zeitpunkt der Trennung ist für uns auch eine logische Konsequenz des Spielplans. Von morgen an hat der neue Trainer in der Länderspielpause nun zwei Wochen Zeit, die Mannschaft auf das Heimspiel gegen Union Berlin vorzubereiten. Daniel Stendel danken wir herzlich für seine geleistete Arbeit.“

André Breitenreiter übernimmt das Traineramt von Stendel. Breitenreiter, geboren in Langenhagen in der nördlichen Region Hannover, hatte mit Horst Heldt bereits auf Schalke zusammengearbeitet: Hier war Breitenreiter von Juli 2015 bis Mai 2016 Trainer. Breitenreiter ist in der Region Hannover verwurzelt. Er spielte als Jugendlicher für Borussia Hannover, den Hannoverschen SC und Hannover 96. Mit 96 wurde er 1992 DFB-Pokalsieger. Als Trainer war er von 2011 bis 2013 beim TSV Havelse engagiert. Am Dienstag soll Breitenreiter sein erstes Training leiten.

Rückblick auf Samstag: Hannover 96 hatte beim 0:0 gegen St. Pauli den Befreiungsschlag verpasst. Daniel Stendel war hochengagiert an der Seitenlinie unterwegs, motivierte sein Team. Die Mannschaft kämpfte von der ersten bis zur letzten Minute, konnte spielerisch aber nur in den letzten 15 Minuten vollends überzeugen. Bei Antons Pfostenschuss und Sarenrens abgepfiffenem Tor hatte Hannover 96 Pech. Auch Uffe Bech, Martin Harnik und Niclas Füllkrug vergaben gute Chancen. Nach Abpfiff war Pauli-Trainer Ewald Lienen über die hannoversche Trainerdiskussion empört. Nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte er:  „Also, ich hab da noch selbst eine Frage. Ich frage mich, wie man in einer Situation, wo der Punktestand 49, 47, 47, 46 ist und man kurz davor ist, in die Bundesliga zurückzukehren, den Trainer in Frage stellen kann? Ich finde das skandalös.“ Daniel Stendel reagierte professionell auf Nachfragen. Gegenüber dem NDR sagte er: „Ich denke, ich habe die Mannschaft gut vorbereitet. Wir haben alles versucht, es sollte nicht sein.“

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