Robert Enke – von wahren Helden und fatalen Irrtümern

Robert Enke war von 2004 bis 2009 Torhüter bei Hannover 96. Foto: Getty Images

In dieser Podcast-Sonderfolge erzählt uns Ronald Reng („Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben“), warum Robert Enke seine Krankheit verheimlicht hat, weshalb Weggefährten wie Michael Tarnat und Ewald Lienen nichts geahnt haben und welche schönen Momente aus Roberts Leben die Zeit überdauern. 

Robert Enke war ein großartiger Torwart. Der beste, den Hannover 96 je hatte. Einer der besten, den Deutschland je hatte. Seine Reflexe, sein unaufgeregtes Torwartspiel, sein gewaltiger Absprung, seine starken Paraden begeisterten uns Fußballfans. Seine Ausstrahlung, die er scheinbar aus einer inneren Ruhe zog, war beeindruckend.

„Robert war in gesundem Zustand einer der emphatischsten Menschen, die ich kannte. Aber trotzdem hat er, als er sich umgebracht hat, auch noch andere Menschen mit ins Leid gerissen, zum Beispiel den Zugführer. Das wäre dem gesunden Robert Enke niemals passiert.“

In dieser Podcast-Sonderfolge führt Dennis Draber ein sehr persönliches Gespräch mit Ronald Reng, der nicht nur Robert Enkes Biograph war, sondern auch ein guter Freund des Torwarts. Ronald Reng erzählt uns, warum Robert Enke seine Krankheit verheimlicht hat, weshalb Weggefährten wie Michael Tarnat und Ewald Lienen nichts geahnt haben und welche schönen Momente aus Roberts Leben die Zeit überdauern.

Ronald Reng ist zu Gast im 96Freunde-Podcast und spricht mit Dennis Draber über Robert Enke.

Kaum jemand von uns hat Robert Enke persönlich gut gekannt, und trotzdem haben wir am 10. November 2009 gefühlt, einen guten Freund verloren zu haben. Denn der Nationaltorwart war einer, „der fest daran glaubte, dass Ehrgeiz auch höflich und respektvoll ausgelebt werden kann. Ein warmherziger Mensch, der daran glaubte, dass Demut auch für einen Torwart kein schlechter Wesenszug ist“, schreibt Ronald Reng in seiner Biografie „Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben“ über den Nationaltorhüter.

Hört euch die Podcast-Sonderfolge an – es lohnt sich! Jetzt reinhören:

Robert Enke war von 2004 bis 2009 Torhüter bei Hannover 96. Foto: Getty Images

3 Kommentare

  1. Lieber Robert. Ich fühle mich mit Dir immer noch stark verbunden. Seit 12 Jahren leide ich unter Depressionen, und ich weiß auch in was für einem dunklen Raum du gestanden haben musst, heute vor 10 Jahren. Du wirst mir ein ganz besonderer Mensch bleiben, auch wenn wir uns nie kennengelernt haben. Da wo du jetzt bist, hoffe ich, dass es Dir gut geht. Zweimal war ich kurz davor Schluss zu machen. Was mich abhielt, ist hier egal. Zuzugen, dass ich unter Depressionen leide, hatte einige Jahre gedauert, und war auch sehr schwer es bei Profis zuzugehen.

    Liebe 96er. Das der Tot von Robert Enke schon 10 Jahre her ist, ist kaum zu glauben. Von daher möchte ich bitten, geht mit den Menschen die euch begegnen, einfach nur normal um. Das hilft schon, es ist der erste Schritt.

    Liebe Mannschaft. Ihr seid heute in Heidenheim, eine schweres Spiel, aber ich bin an diesem besonderen Tag absolut davon überzeugt,dass ihr die Drei Punkte mit nach hause bringt.Also gebt alles, und wenn ihr in Führung geht, einfach weiter spielen als ob es immer noch 0:0 steht

    Viel Glück. Euer Harry96  Niemals allein.

    Schönen Sonntag Euer Harry96

    • Lieber Harry,

      danke für deinen aufwühlenden Kommentar. Du hast absolut recht: "geht mit den Menschen die euch begegnen, einfach nur normal um." Ja, das würde schon viel helfen.

      Wir sind jedenfalls froh, dass du dich so oft hier bei uns in den Kommentaren äußerst. Auch wenn wir es nicht immer schaffen, dir zu antworten – wir lesen deine Meinung jedes Mal gerne! 

      Rote Grüße, Dennis

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