Nur ein Sieg kann jetzt die gute Laune bei Hannover 96 zurück bringen

Komische Gefühlslage vor dem Spiel gegen Augsburg

Hannover 96 durchläuft zurzeit ein sportliches Tief - zu Unmut von 96-Manager Horst Heldt. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Nach einem furiosen Saisonstart müssen Breitenreiter, Heldt und das 96-Team nun ihre erste Mini-Krise bewältigen.

Blickt man nur auf die Tabelle, könnten Hannovers Fans zufrieden sein: Hannover steht besser da als erwartet, hat 12 wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt.

Leider ist es nicht nur der isolierte Blick auf die Tabelle. Während objektiv erstmal alles in Ordnung scheint, herrscht bei Hannover 96 eine deprimierte Stimmung. Es ist aber keine reine Unzufriedenheit an der sportlichen Situation, es ist vielmehr – nun, was fehlt, ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht am besten mit dem folgenden Ausdruck: Es ist die Abwesenheit von Spaß.

Wie kommt diese Abwesenheit von Spaß zustande? Es ist eine merkwürdige Mischung. Als Hannover in den ersten Spielen überraschende Siege einfuhr, konnte die positive sportliche Lage noch die allgemeine Unruhe verdrängen, die sich hinter den Kulissen bei Hannover 96 aufstaute. Obwohl der Streit zwischen Ultras und aktiver Fanszene auf der einen Seite und dem Vorstand von Hannover 96 auf der anderen Seite bereits brodelte, konnten die Erfolge von Breitenreiters Team diese merkwürdige Situation noch kaschieren.

Doch plötzlich traten zwei Entwicklungen parallel ein. Erstens verschärfte sich der Fan-Zwist weiter: Als Auseinandersetzung zwischen Nord-Oberrang und Vorstand gestartet, heißt es plötzlich alle gegen alle. Nord-Oberrang gegen Westkurve, NDR gegen Madsack, Fans gegen Fans. Zweitens kam eine unerwartete sportliche Mini-Krise, die mit einer unnötigen Nullnummer gegen Köln begann und mit einer hochverdienten Niederlage gegen Frankfurt (auch noch zu Hause) ihre Fortsetzung fand.

Nein, Hannover 96 ist (noch längst!) nicht in sportlicher Not. Von einer handfesten sportlichen Krise ist Hannover weit entfernt. Aber die letzten drei Wochen haben schlicht keinen Spaß gemacht. Was einerseits an dem Fan-Zwist liegt, andererseits an ein paar ernüchternden Spielen.

Viel deutet daraufhin, dass Jonathas gegen Augsburg wieder über eine längere Zeit zum Einsatz kommt. Wahrscheinlich von Anfang an, aber mindestens ab der 60. Minute als Joker.

Keine Frage, der Fan-Zwist (oder wie man ihn auch immer bezeichnen will, es gibt angesichts des kuriosen Alle-gegen-Alle eigentlich keine passende Beschreibung mehr) wird sich auch gegen Augsburg nicht lösen lassen. Doch ein Sieg gegen Augsburg würde den Spaß zumindest etwas zurückbringen, der zuletzt verloren gegangen ist.

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1 Kommentar

  1. Schade, wie einem der Fußball verlitten wird. Die Mannschaft hat besseres verdient.

    Nämlich Anfeuerung der Ultras.

    Support von den anderen Fans, die beweisen müssten, dass sie die Ultras für Stimmung nicht brauchen. 

    Und einen Martin Kind der Ängste Ernst nimmt und nimmt…

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