Nach dem Foul an Sarenren Bazee verliert Hannover 96 den Faden und kassiert ein Kreisliga-Gegentor

Gladbacher feiern 4:1 gegen Hannover (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Hannover – Borussia Mönchengladbach hat seine beeindruckende Heimserie fortgesetzt und bleibt erster Verfolger des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund.

Borussia Mönchengladbach bleibt erster Verfolger des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking feierte beim 4:1 (2:1) gegen Hannover 96 im sechsten Ligaspiel den sechsten Saisonsieg im Borussia-Park. Während die Niedersachsen auf dem Relegationsplatz 16 festhängen, trübt am Niederrhein nur eine schwere Gesichtsverletzung von Matthias Ginter die Stimmung.

Der Nationalspieler musste nach einem schlimmen Zusammenprall mit Noah Joel Sarenren Bazee ins Krankenhaus gebracht werden. Zuvor war Noah Joel Sarenren Bazee im Vollsprint von Gladbachs Jonas Hofmann gestoßen worden. Durch den Stoß rasselte der 96-Spieler mit seinem Kopf gegen den Schädel von Ginter. Sarenren Bazee musste den Platz ebenfalls mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung verlassen.

Unmittelbar nach dem Foul von Hofmann und der Auswechslung von Ginter kassierte Hannover 96 das 2:1. Dabei sahen Esser und Elez gar nicht gut aus: Elez ließ Lang fahrlässig entwischen. Der tunnelte trotz ungünstigem Winkel Hannovers Torhüter Esser und erzielte die Führung für die Borussia kurz vor der Pause.

Die vier Tore für Gladbach erzielten Thorgan Hazard (7.), Michael Lang (44.), Kapitän Lars Stindl (58.) und Denis Zakaria (77.). Hannover war durch Bobby Woods bereits nach 22 Sekunden in Führung gegangen. Sehr zum Ärger von Hecking, dessen Vertragsverlängerung bis 2020 der Klub am Freitag bekannt gegeben hatte.

„Man spürt gerade sehr viel Freude und sehr viel Zufriedenheit. Unsere Anhänger sollen träumen. Von einem Gipfelpunkt würde ich aber erst dann sprechen, wenn wir auch am Ende der Saison so weit oben stünden“, hatte Max Eberl schon vor der Partie gegen Hannover in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesagt.

Die Gladbacher überhörten anscheinend den warnenden Klang in den Worten ihres Sportdirektors, Wood erzielte schon nach den ersten sechs Ballkontakten der Partie das bislang schnellste Saisontor. Schon beim SC Freiburg (1:3) hatte Gladbach ein Gegentor in der ersten Minute kassiert. Diesmal verlängerte Niclas Füllkrug den Ball per Kopf in den Lauf seines Sturmpartners Wood.

Hannovers Trainer Andre Breitenreiter setzte trotz des Ausfalls von Ihlas Bebou (Oberschenkel) auf ein System mit zwei Spitzen. Der Togolese war wie der brasilianische Olympiasieger Walace (Streptokokken-Infekt) angeschlagen von seiner Länderspielreise zurückgekehrt. Die offensive Ausrichtung zahlte sich aus – bis Hazard Gladbachs erste Chance zu seinem achten Saisontor nutzte.

Der Belgier hätte das Spiel schon nach zehn Minuten drehen können, scheiterte aber an Füllkrug, der zurückgeeilt war. Dennoch hatten die Gastgeber längst die Kontrolle übernommen. Gefährlich wurde es aber erst wieder kurz vor der Pause: Der Schweizer Lang erzielte sein erstes Tor für Mönchengladbach, nur wenige Minuten nachdem der Zusammenstoß zwischen Ginter und Sarenren Bazee die 48.692 Zuschauer hatte verstummen lassen.

Hecking muss bereits wochenlang auf Ex-Weltmeister Christoph Kramer (Muskelbündelriss) verzichten. In der Offensive hat er dagegen die Qual der Wahl. Gegen Hannover ließ er zunächst Raffael auf der Bank. Dafür traf Stindl volley nach einer Flanke vom starken Hazard. Einzig der bislang so treffsichere Franzose Alassane Plea blieb lange unauffällig. Dennoch erzielten die Gladbacher, die im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen ließen, auch im elften Heimspiel nacheinander mindestens zwei Tore.

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