Nach Entlassung von Horst Heldt: Beiersdorfer, Hecking und Slomka als Nachfolger im Gespräch

Horst Heldt muss Hannover 96 zum Saisonende verlassen. In Erinnerung wird vor allem der Aufstieg im Mai 2017 und sein Fluchtversuch nach Wolfsburg im April 2018 bleiben. Foto: Getty Images

Hannover 96 hat sich von Horst Heldt getrennt. Zugleich äußerte sich der Klub zu dessen Nachfolge.

„Die Zielsetzung der Fußball-Bundesligasaison 2018/19 war, einen gesicherten Tabellenmittelplatz zu erreichen. Die Sportliche Leitung hat versichert, dass dieses Ziel mit den Transfers erreicht wird und die Mannschaft konkurrenzfähig ist“, heißt es in einer Pressemtteilung von Hannover 96. „Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt.“ Die vier Gesellschafter und und Aufsichtsrat haben der Trennung von Horst Heldt zugestimmt. „Hannover 96 dankt Horst Heldt für seine Arbeit und bedauert, dass sie am Ende nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat“, lässt der Klub offiziell verlauten.

Die zweijährige Bilanz von Horst Heldt bei Hannover 96 ist durchwachsen. Als Horst Heldt bei Hannover 96 verpflichtet wurde, war die Entlassung von Trainer Daniel Stendel eine seiner ersten Amtshandlungen. Indem Heldt André Breitenreiter als Trainer nach Hannover holte, stellte der Sportdirektor die Weichen für den erfolgreichen Endspurt in der Aufstiegssaison. Von den Spielerverpflichtungen des Duos Heldt/Zuber kann höchstens Ihlas Bebou als Volltreffer gewertet werden. Andere teure Transfers wie Walace (Ablösesumme 6 Mio), Jonathas (Ablösesumme 9 Mio) oder Haraguchi (Ablösesumme 4,5 Mio) brachten nicht den gewünschten Erfolg. In nachhaltiger Erinnerung wird Heldts Fluchtversuch nach Wolfsburg im hannoverschen Abstiegskampf im April 2018 bleiben.

Hannover 96 zeigte sich in einer Pressemitteilung optimistisch, dass der Nachfolger von Horst Heldt bald präsentiert wird. „Ein neuer Sportdirektor wird zeitnah verpflichtet“, ließ der Klub heute verlauten.

Als mögliche Nachfolgekandidaten für Horst Heldt brachten sich zuletzt Dieter Hecking, Mirko Slomka und Dietmar Beiersdorfer in Stellung.

Dietmar Beiersdorfer wurde mehrfach im 96-Stadion gesichtet. Dort diskutierte der ehemalige HSV-Sportvorstand ausgiebig mit Martin Kind die sportliche Lage – gut sichtbar für Presse und Zuschauer auf der VIP-Tribüne. Der gelernte Betriebswirt und ehemalige Profispieler war bis Dezember 2016 Vorstandsvorsitzender beim Hamburger SV.

Mirko Slomka brachte sich ebenfalls ins Spiel. Laut Berichten von Madsacks Sportbuzzer kandidiert Slomka als Nachfolger für Horst Heldt und hat sein Interesse bei Martin Kind hinterlegt. Er könne sich laut dem Bericht gut vorstellen, mit dem neuen Assistenten der Geschäftsführung, Jan Schlaudraff, zusammenzuarbeiten. Schlaudraff wird jedoch ein angespanntes Verhältnis zu seinem Ex-Trainer nachgesagt.

Jan Schlaudraff beginnt seinen neuen Job offiziell erst zur neuen Saison, arbeitet sich aber bereits jetzt in seinen neuen Aufgabenbereich als Assistent der Geschäftsführung ein. Schlaudraff arbeitete nach seinem Karriereende zwei Jahre lang als Scout bei der Spieleragentur SportsTotal. Er wurde von seinem früheren Förderer Dieter Hecking nach Hannover geholt und hatte seine goldenen Spielerjahre in der Europa League-Zeit unter Mirko Slomka.

Dieter Hecking ist ein weiterer Kandidat. Im November 2018 verkündete Dieter Hecking in einem Interview mit Madsacks Sportbuzzer, dass er es sich vorstellen kann, als Geschäftsführer Sport bei Hannover 96 anzufangen. „Ich lebe seit über 20 Jahren in der Region. Hannover ist meine Heimat geworden. Ich war 25 Jahre Fußballspieler, bin 54 Jahre jung und im 18. Jahr Trainer und mache mir Gedanken, was mir das Leben noch bietet“, sagte Hecking. Mittlerweile steht fest, dass Hecking nur noch bis zum Saisonende bei Mönchengladbach als Trainer tätig sein wird.

Mit Blick auf die Nachfolge-Spekulation ließ Hannover 96 knapp verlauten: „An Spekulationen zu Namen werden wir uns nicht beteiligen.“

1 Kommentar

  1. Sehr gute Entscheidung, wenn auch etwas zu spät. Doch das ist jetzt total egal. Ich könnte mir das Tandem Dieter Hecking/ Jan Schlaudraff sehr gut vorstellen. Dazu Trainer Jens Keller. Er ist für mich, der meist unterschätzte Trainer in Deutschland. Da ihn Ingolstadt ihn gerade entlassen hat, wäre er auch frei. Oder, wie ich schon schrieb, Stöger, und Schneider. Jedenfalls, blicke ich jetzt etwas optimistischer in die 96 Zukunft. Wenn jetzt noch diese 50+1 Regel zu Gunsten Kinds entscheiden wird, dann geht es wieder aufwärts. Und alle die mich jetzt verfluchen, in 2-3 Jahren, ist das dann doch sowieso Geschichte. Außerdem glaube ich nicht, dass es dadurch englische Verhältnisse in Deutschland gibt. Außerdem hätten die kleinen Vereine mehr Wettbewerbsfähigkeiten. Dazu kommen auch Vereine zurück von denen keiner mehr spricht. Kaiserslautern, Bochum, Duisburg Rostock, um nur ein paar zu nennen.     Denkt wenigstens in Ruhe darüber nach.

    VLG.  Euer Harry96

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