96-Kapitän Anton als Vorbild für Linton Maina: Die Startelf von Hannover 96 gegen den KSC ist jung und dynamisch

Haraguchi fällt gegen den Karlsruher SC aus

Linton Maina (l.), hier im Dress der U19-Nationalmannschaft, wird gegen den Karlsruher SC sein Debüt im DFB-Pokal feiern. Foto: Getty Images
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Hannover 96 spielt im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Karlsruher SC. 96-Fans blicken gespannt auf die Partie – nicht nur wegen des Spiels an sich, sondern auch wegen der neuen Nummer 1 und des neuen Kapitäns. Und dann ist da auch noch ein 96-Youngster, der bereits von Manchester United beobachtet wird. Von Dennis Draber und Henrik Zinn

Die Kapitänsentscheidung

Lange machte André Breitenreiter ein großes Geheimnis darum, wer der Nachfolger des langzeitverletzten Kapitäns Edgar Prib werden soll. Philipp Tschauner, der Prib während seiner Verletzung als Kapitän vertrat, wurde es nicht – darauf legte sich der Trainer von Hannover 96 bereits vor Wochen fest. Die wahrscheinlichste Variante hieß lange: Der erfahrene Schwegler wird Kapitän, der ambitionierte Anton sein Stellvertreter. Auf diese Art und Weise löste der damalige 96-Trainer Mirko Slomka in der Saison 2013/14 auch die Kapitänsfrage: Rekordspieler Steve Cherundolo war Kapitän, der aufstrebende Lars Stindl wurde sein Stellvertreter. Doch Breitenreiter überraschte alle, ernannte den 22-jährigen Anton zum Kapitän und Schwegler zum Stellvertreter.

Damit ist Anton der jüngste Kapitän der Bundesliga. Nicht unverdient: Anton verzichtete bei seiner letzten Vertragsverlängerung bewusst auf eine Ausstiegsklausel, weil er voll zu seinem Verein Hannover 96 steht. Und das, obwohl er vom italienischen Topklub AC Mailand beobachtet wurde. Anton kann somit auch ein Vorbild für den jungen Linton Maina sein, der bereits jetzt auf dem Zettel bei Manchester United steht: Regelmäßig Leistung bringen, den Fokus nicht verlieren, sich nicht von den Boulevardzeitungen verrückt machen lassen – dann klappt es auch mit dem Durchbruch bei Hannover 96.

Der Gegner

Für die jüngeren Fans von Hannover 96 dürfte Karlsruhe ein unbeschriebenes Blatt sein, doch gerade die langjährigen Anhänger dürften sich an die glorreichen Zeiten von Michael Harforth und Co. erinnern. Mit Markus Miller und Mario Eggimann standen sogar zwei Ex-Spieler von Hannover 96 für die Baden-Württemberger auf dem Feld. In der Saison 2006/2007 stieg der KSC etwas überraschend in Deutschlands Oberhaus auf, wirklich etablieren konnte man sich aber nicht. Bereits zwei Jahre später ging es zurück in die zweite Liga, wo man im Niemandsland der Tabelle verschwand. In der Saison 2016/17 folgte dann der große Gau, nach einer mehr als schwachen Spielzeit stieg man als Tabellenletzter ab und verschwand nahezu gänzlich von der Bildfläche. Das große Ziel, die sofortige Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse verpasste man knapp (Niederlage gegen Aue in der Relegation).

Die Defensive war in der letzten Saison die große Stärke der Karlsruher. In 38 Spielen kassierte das Team von Coach Alois Schwartz lediglich 29 Gegentreffer, kein anderes Team in der 3. Liga konnte da mithalten. Absoluter Leistungsträger war Keeper Benjamin Uphoff, der 21 Mal ohne Gegentreffer blieb. Doch auch seine direkten Vorderleute machten einen guten Job, mit einer Zweikampfquote von über 70 % ließ man die gegnerischen Stürmer oftmals alt aussehen. Die Offensivkräfte von Hannover 96 können sich also auf einen arbeitsreichen Tag einstellen.

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Die Torwartfrage

Tschauner gegen Esser lautete bereits vergangene Saison die Frage – Breitenreiter entschied sich nach Rücksprache mit Torwarttrainer Jörg Sievers damals für Philipp Tschauner, der bereits in der Aufstiegssaison im Kasten der „Roten“ stand. Dieses Mal war die Entscheidung ähnlich knapp. Breitenreiter bescheinigte beiden Torhütern, dass sie sich nochmal im Vergleich zu Vorsaison gesteigert hätten. Tschauner ist ein Wortführer im 96-Team, auch im unruhigen Umfeld stellte er sich in Interviews mit bemerkenswerter Schlagfertigkeit schützend vor die Mannschaft. Esser ist hingegen der fußballerisch bessere Torhüter. Auf der Linie sind beide stark. Breitenreiter entschied sich nach Rücksprache mit Torwarttrainer Jörg Sievers für den Herausforderer – für Michael Esser. Bei seinen wenigen Einsätzen vergangene Saison konnte Esser nicht nachhaltig überzeugen. Umso spannender wird es sein, den sympathischen Ex-Darmstädter, genannt „Bruno“, nun regelmäßig als Nummer 1 im Tor zu erleben.



Der Youngster

Linton Maina wird gegen den Karlsruher SC wahrscheinlich in der Startelf stehen. Breitenreiter bleibt durch den Ausfall von Haraguchi auch kaum eine andere Option auf der linken Außenbahn. Linton Maina war bei vielen Fans von Hannover 96 noch bis vor kurzem ein unbeschriebenes Blatt. Dabei steht der gebürtige Berliner bereits seit vier Jahren bei Hannover 96 unter Vertrag. Von der U17 an kämpfte er sich hoch und trumpfte in den Jugendmannschaften der Landeshauptstädter auf. In der vergangenen A-Junioren-Bundesligasaison erzielte er in 23 Spielen sieben Treffer und bereitete drei Tore vor.

Kein Wunder also, dass Coach André Breitenreiter auf den Offensivmann aufmerksam wurde. Auch in der Nationalmannschaft geht es für ihn mächtig bergauf. Sein erstes Spiel für Deutschlands U16 absolvierte er am 13.11.2014 im Alter von 15 Jahren, 4 Monaten und 21 Tagen. Aktuell spielt er für Deutschlands U19, in der vergangenen EM-Qualifikation gelangen dem Hannoveraner zwei Vorlagen. Zurzeit wird der 96-Youngster von Scouts von Manchester United beobachtet. Hannovers Regionalzeitungen bezeichneten Maina bereits als „Mini-Messi“ oder fühlten sich an Leroy Sané erinnert. Viel Wirbel um einen Nachwuchsspieler, der bisher nur 31 Minuten in der Bundesliga spielte.

Die Startelf





Hannover 96 könnte mit folgender 4-2-3-1-Formation auflaufen. Falls Bebou wegen seiner Oberschenkelprobleme passen muss, könnte Sarenren Bazee von Anfang an spielen.

Esser – Sorg, Anton, Wimmer, Ostrzolek – Schwegler, Walace – Maina, Asano, Bebou (Sarenren Bazee) – Füllkrug

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