Simak, Schlaudraff, Kiyotake: 6,5 Millionen ist Kiyo locker wert!

Simak, Schlaudraff, Huszti, Krupnikovic. Und dann kommt auch schon Kiyotake. Die 6,5 Millionen Ablöse ist „Kiyo“ allemal wert – wenn er denn fit ist.

Als Shinji Kagawa von Osaka nach Dortmund wechselte, war sofort klar, wer Kagawas Platz im offensiven Mittelfeld einnehmen würde: Hiroshi Kiyotake, eines der größten Talente im japanischen Fußball. In seinem Länderspieldebüt 2011 gegen Südkorea wurde Kiyotake erst in der 36. Minute eingewechselt – und wurde mit zwei entscheidenden Torvorlagen zum Mann des Spiels.

Auch Christian Möckel, damals noch Chefscout vom 1. FC Nürnberg, war sofort von dem quirligen Mittelfeldspieler angetan, als er ihn bei Osaka spielen sah.

Um Kiyotake vom großen Schritt nach Europa zu überzeugen, flog Möckel 2012 gleich mehrere Male nach Japan und bemühte sich intensiv um den damals 22-jährigen. Das beeindruckte Kiyotake so sehr, dass er trotz anderer Optionen sich für den Wechsel nach Nürnberg entschied. Kaum in der Bundesliga angekommen, beeindruckten seine Leichtigkeit, sein Spielwitz und seine Ballbeherrschung die Nürnberger Fans – obwohl er sich noch kurz zuvor bei den Olympischen Spielen 2012 in London verausgabt hatte.

Selbst sein sonst so mürrischer Trainer Dieter Hecking kam aus der Schwärmerei nicht mehr heraus und bezeichnete Kiyotake als geistreichen „Instinktfußballer“.



Kiyotake, der privat als bescheidener und geselliger Typ gilt, freute sich ehrlich über die Komplimente – und auch über die Anerkennung in seiner Heimat:

„Die Bundesliga zählt in Japan zu den großen Ligen“, betonte Kiyotake damals. 

2014 entschied sich Kiyotake für den Wechsel zu Hannover 96 – obwohl auch der Hamburger SV den kleinen Mittelfeldstrategen gerne verpflichtet hätte.

Für Schmunzeln sorgte ein verrücktes Video, in dem es Kiyotake und Kagawa zu zweit gegen 55 Schulkinder aufnehmen  – hier das Video (zum Start auf die Schaltfläche klicken). 







Ohne „Kiyo“ wäre Hannover 96 letzte Saison vermutlich sogar abgestiegen. 

Im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gegen den SC Freiburg (2:1) erlöste der 1,72 cm kleine Japaner Hannovers Fans mit seinem Führungstreffer – ausgerechnet per Kopf.

Sevilla kann sich freuen. Denn es gibt nur wenige Techniker, die in den letzten 14 Jahren in Hannover so technisch begabt waren wie er. Man kann sie eigentlich an einer Hand abzählen: Jan Simak, Jan Schlaudraff, Szabolcs Huszti, Nebojsa Krupnikovic. Und dann kommt auch schon Kiyotake.

Die 6,5 Millionen ist er allemal wert – wenn er denn fit ist. Mittlerweile ist alles klar zwischen Hannover 96 und den FC Sevilla. Einer der feinster Techniker Hannovers verlässt den Verein. Immerhin zu einem guten Preis.

Kiyotake
Spielmacher Kiyotake war wertvoll für Hannover 96. Getty

Mach’s gut, Kiyo, und danke für alles!

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