Jörg Sievers will Hannover 96 verlassen: Der Abschied einer Legende bahnt sich an

Torwarttrainer Jörg Sievers (r.) im Gespräch mit 96-Cheftrainer Ewald Lienen (Saison 2003/04). Unter Lienen trainierte Sievers die Torhüter Robert Enke, Marc Ziegler, Gerhard Tremmel und Frank Juric. Foto: Getty Images

Jörg Sievers ist Pokalsieger, Aufstiegsheld, Torwartlegende – und eine der letzten wahren Identifikationsfiguren bei Hannover 96. Nach Informationen von Madsacks „Sportbuzzer“ wird Sievers nach 30 Jahren bei Hannover 96 die Roten verlassen.  

Von 1989 bis 2003 stand „Colt“ Sievers für Hannover 96 im Tor und arbeitete danach als Torwarttrainer bei Hannover 96. Der Spitzname kommt übrigens von der Serienfigur Colt Seavers aus der US-Kultserie „Ein Colt für alle Fälle“. Jetzt will Jörg Sievers die Roten nach „Sportbuzzer“-Informationen verlassen und sich Daniel Stendels Klub Heart of Midlothian anschließen.

Zwei Aufstiegshelden wieder vereint

Sievers und Stendel spielten zu ihrer aktiven Zeit mehrere Jahre gemeinsam bei Hannover 96. Als dem Verein in der Saison 2001/02 der Aufstieg in die erste Bundesliga gelang, waren beide Stammspieler bei Hannover 96.

Jörg Sievers bestritt 384 Ligaspiele für die Roten und arbeitete 17 Jahre als Torwarttrainer von Hannover 96. In dieser Zeit trainierte er fünf Jahre lang Robert Enke. Auch Ron-Robert Zieler, Michael Esser, Philipp Tschauner, Gerhard Tremmel, Marc Ziegler, Markus Miller, Frank Juric und Florian Fromlowitz gehörten zu seinen Schützlingen.

Zu aktiven Zeiten in der Saison 2002/03: Daniel Stendel (l.) und Jörg Sievers (r.) mit Fredi Bobic.

Wie Jörg Sievers zur Legende wurde

Unvergessen bleibt das Halbfinale gegen Werder Bremen im DFB-Pokal 1992. Nach Verlängerung (1:1) ging es ins Elfmeterschießen. Zweitligist Hannover gegen Titelverteidiger Bremen – es grenzte schon ein Wunder, dass der Underdog Hannover es überhaupt so weit geschafft hatte. Beim Stand von 5:5 schnappte sich Sievers den Ball – und verwandelte sicher gegen Werder-Keeper Jürgen Rollmann. 6:5 für Hannover, Marco Bode läuft an, schießt – und Sievers hält.

Auch im Finale gegen Mönchengladbach parierte Sievers zweimal im Elfmeterschießen. Eine Legende war geboren.

Die legendären Elfmeterparaden von Jörg Sievers im DFB-Pokal 1992 im Video (ab Minute 2:52):

Gegenüber dem „Sportbuzzer“ hat Hannover 96 auf Nachfrage bestätigt, dass Jörg Sievers die Erlaubnis bekommen habe, Vertragsgespräche mit Daniel Stendels schottischem Klub zu führen. Einen Auflösungsvertrag gebe es hingegen noch nicht.

Jörg Sievers spielte seit 1989 für Hannover 96. 1992 wurde er Pokalsieger. Ab 2003 war er Torwarttrainer.

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