Wirbel um André Schubert: Falschmeldung sorgt für Aufregung

Bader und Möckel freigestellt, Heldt eingestellt. Daniel Stendel wird als Trainer bei Hannover 96 auch noch beim nächsten Spiel auf der Bank sitzen. So weit die Faktenlage des Tages. Doch zwischendurch gab es viel Verwirrung, die Gerüchteküche brodelte über. Der Grund dafür: Eine irritierende Meldung des Sportportals 90min.de.

Was für ein Wochenende, was für ein Montag. Erstmal tief durchatmen. Ein kurzer Rückblick: Hannover 96 verliert mit 0:2 beim Karlsruher SC. Das wäre normalerweise schade, aber nicht weiter tragisch, denn selbst Überflieger Red Bull Leipzip hat letzte Saison in der zweiten Liga mehrere Spiele verloren, zum Beispiel gegen Sandhausen.

Nein, es was die Art und Weise, wie Hannover 96 gegen Karlsruhe auftrat: Mit hängenden Köpfen, ohne aggressive Körpersprache, nicht einmal mehr mit Kampf. Dabei hatte der Kampfesgeist der „Roten“ in den letzten Spielen oft den Unterschied gemacht. Doch offenbar schienen die Spieler nicht gewillt, die letzten Prozent aus sich herauszuholen. Eine verdiente Niederlage war die Folge.

Martin Kind reagierte bereits unmittelbar am Samstagnachmittag, wie er heute auf der Pressekonferenz bekannt gab: Bereits Samstag kontaktierte er Horst Heldt. Sonntag kam Heldt zu einem Gespräch in Großburgwedel an und analysierte mit Kind und Schröder bis tief in die Nacht hinein die Lage:







Die heutige Pressekonferenz war für 15 Uhr anberaumt worden. Das öffentliche Interesse an der Personalie Horst Heldt war groß. Noch mehr überwiegte aber die Frage: Was passiert mit Trainer Daniel Stendel?

Offenbar verleitete die große öffentliche Aufmerksamkeit einige Nachrichtenplattformen zu wilden Spekulationen, um ein paar Klicks zu generieren. So titelte die Nachrichtenseite 90min.de bereits vor der Pressekonferenz:

„EILMELDUNG | Bericht: Ex-Gladbach-Trainer André Schubert übernimmt bei Hannover 96“

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Irreführende Überschrift: Mit dieser Meldung führte die Seite 90min.de heute ihre Leser in die Irre. Screenshot 90min.de auf Facebook

Zuvor hatte bereits der Sportbuzzer des Madsack Verlages getitelt:

„Nach Sportbuzzer-Informationen: André Schubert ist Favorit für die Stendel-Nachfolge.“

Doch weder 90min.de noch Madsacks Sportbuzzer sollten Recht behalten: Daniel Stendel bleibt zunächst bis Samstag Trainer.

Keine Frage, das Spiel gegen 1860 München ist Stendels Endspiel. Viel wird davon abhängen, ob die Mannschaft ihn fallen lässt – oder versucht ihn zu stützen:







Ein kleiner Blick in der Vergangenheit zeigt, dass das Team von Hannover 96 mit ihrer Leistung Trainer sowohl stützen als auch stürzen kann:

So endete die Arbeitsverweigerung der Hannoveraner Mannschaft im März 2016 mit der Entlassung des im Team unbeliebten Trainer Thomas Schaaf.

Hingegen gab sich das 96-Team im November 2005 große Mühe, ihren Trainer Ewald Lienen vor der Entlassung zu bewahren:

In der Nachspielzeit erzielte Michael Tarnat den 2:2-Ausgleich für seinen Trainer Ewald Lienen. Die Mannschaft jubelte mit dem beliebten Trainer Ewald Lienen. Manager Ilja Kaenzig feuerte ihn trotzdem. Doch Kaenzig verzockte sich. Unter Nachfolger Peter Neururer setzte nach kurzer Zeit ein sportlicher Abstieg ein. Foto: Getty

Thomas Brdaric und Michael Tarnat glichen mit ihren späten Treffern in der Nachspielzeit noch einen 0:2-Rückstand gegen Mainz aus. Doch obwohl Lienens Job damit eigentlich gerettet war, brach der damalige Manager Ilja Kaenzig sein Wort und feuerte den beliebten Ewald Lienen trotzdem.

Es wird spannend zu sehen sein, mit welcher Körpersprache die Mannschaft am Samstag auftritt. Es hängt nicht weniger als der Job von Trainer Daniel Stendel davon ab.

Die Lieblingsfolgen vom 96Freunde-Podcast mit Altin Lala, Florian Fromlowitz und Ewald Lienen. Viel Spaß beim Reinhören!

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