Hattrick! Weydandt mit 3 Toren in 6 Minuten: Der Weydandt-Wahnsinn bei Hannover 96 geht weiter

Auch Haraguchi trifft

Philipp Tschauner spielte gegen den HSC Hannover von Anfang an. Foto: Andreas Schlichter/Bongarts/Getty Images.

Dank Neu-Profi Hendrik Weydandt hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 sein Testspiel gegen den Oberligisten Hannoverscher SC nach anfänglichen Mühen doch noch souverän über die Bühne gebracht. (Mit SID und Stephan Hartung)

Der 23-jährige Weydandt, der erst am Montag seinen ersten Profivertrag unterschrieben hatte, erzielte beim 4:0 (0:0)-Sieg innerhalb von sechs Minuten einen lupenreinen Hattrick (65./69./71.). Den vierten Treffer steuerte Genki Haraguchi bei (77.). Nach Abpfiff der ersten Halbzeit hatte es noch 0:0 gestanden.

Wie schon vor einem Jahr bestritt Hannover 96 während der Länderspielpause eine Freundschaftsbegegnung gegen einen Oberligisten. Damals traf man auf Arminia Hannover, der den Sportbuzzer Cup 2017 gewonnen hatte und sich als Belohnung auf einen Vergleich mit den Profis freuen durfte. Die „Roten“ gewannen schließlich mit 7:0, einen Treffer steuerte der damalige Neuzugang Ihlas Bebou in seinem ersten Spiel für 96 bei.

Bei der Partie gegen den HSC gab es einige interessante Namen in der Startelf. Der 20-jährige Maurice Springfeld durfte in der Innenverteidigung spielen, es war sein erster Startelf-Einsatz bei einem Spiel der Profis. Mit Tim Dierßen kam ein weiteres 96-Talent im Mittelfeld zum Einsatz. Wie erwartet durfte die Nummer 1 der letzten Saison, Philipp Tschauner, von Anfang an im Tor stehen.

Im Vorfeld hatte HSC-Trainer Martin Polomka dem 96-Coach André Breitenreiter angekündigt: „Ich kann ihm versprechen, dass es nicht wieder ein 0:10 wird“, sagt Polomka und denkt an den Vorbereitungskick im Juli 2017. „Wir haben uns seitdem entwickelt. Ich bin sicher, dass wir ein Tor schießen werden.“ Der HSC hatte zuvor bei den bisherigen beiden Oberliga-Heimspielen gegen Arminia (4:1) und Eintracht Braunschweig II (4:0) souverän gewonnen.

Der Testspiel-Hattrick ist für Hendrik Weydandt das nächste Erfolgserlebnis. 2014 hatte er noch in der Kreisliga gespielt und war im Sommer vom Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder zur U23 von Hannover 96 gewechselt. Dank guter Trainingsleistungen wurde Trainer Andre Breitenreiter auf ihn aufmerksam. Bei seinem Bundesligadebüt gegen Werder Bremen (1:1) erzielte er als Joker direkt einen Treffer, im DFB-Pokal beim Karlsruher SC (6:0) traf er zweimal. Als Weydandt sich gestern zum ersten Mal der Öffentlichkeit stellte, blieb er cool und bescheiden. „Das ist ein netter Vergleich mit Miroslav Klose, aber auch viel zu hoch gegriffen.“

Die Startelf von Hannover 96 lautete:

Tschauner – Ostrzolek, Elez, Springfeld, Korb – Bakalorz, Schwegler – Sarenren, Dierßen, Haraguchi – Weydandt

 

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