Hat Schumacher den Heldt-Deal ruiniert? „Köln hat Rennen offenbar verloren“

Horst Heldt: Deal geplatzt? Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Der 1. FC Köln hat sich öffentlich blamiert und das Rennen um Horst Heldt von Hannover 96 wohl verloren. Toni Schumacher schoss am Sonntag in einem Interview über das Ziel hinaus und hat wohl einen Schaden hinterlassen, der größer sein könnte als die Absage des Wunschkandidaten für den Posten des Sportchefs.“

Das schreibt der für gewöhnlich gut informierte Kölner Blog geissblog.koeln unter der Überschrift:

„Niveaulos!“ Hat Schumacher den Heldt-Deal ruiniert?

Hintergrund: Am Rande des Spiels zwischen Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Köln hatte Toni Schumacher gegenüber sky allerlei Dinge gesagt, die offenbar nicht mit Köln-Geschäftsführer Alexander Wehrle abgestimmt waren. Im Interview keilte Schumacher ordentlich gegen Hannovers Führungsspitze: „Wir haben natürlich mitbekommen, dass in Hannover in der Führungsriege so einige Dinge nicht stimmen.“ Köln habe mitbekommen, dass die Beziehung zwischen Heldt und Aufsichtsrat Martin Andermatt gestört sei, deshalb sei man auf die Idee gekommen, mit Hannovers Manager aus Hannover zu sprechen.

Unabhängig davon, ob das zumindest teilweise stimmt oder nicht: Geschickte Handlungsführung geht anders. Toni Schumacher hat die Verhandlungsposition von Köln damit deutlich geschwächt. Denn falls Heldt tatsächlich wechseln will, ist Köln auf das Wohlwollen von Hannovers Vereinsführung um Martin Kind angewiesen, weil Heldt in Hannover noch einen Vertrag bis 2020 hat. Martin Kind dürfte nach diesen deftigen Worten aber nicht mehr wohl gesonnen sein:

Kind reagiert erbost und heftig auf Schumachers abschätzende Worte. „Das ist dummes Zeug. Das sind Alibi-Argumente. Ich weiß nicht, was Herr Schumacher damit meint, da weiß er wohl mehr als ich“, sagte Kind gegenüber reviersport.de.

Und im Gespräch mit sky reagiert Kind ebenfalls mit harten Worten auf Schumachers Anschuldigungen. „Toni Schumacher sollte über Köln reden, damit hat er genug zu tun. Dass er nun über Hannover redet, ist niveaulos. Das gehört sich nicht“, schimpfte Kind. „Mich stört, dass Schumacher über uns redet, dazu noch falsch. Er wäre besser beraten, seine Energie auf die Suche nach einem anderen Kandidaten zu richten. Heldt wird es nicht.“

Wer Martin Kind kennt, der weiß, dass er bei einem Urteil bleibt, wenn er es erstmal gefällt hat. Schumacher hat ihn so provoziert, dass Kind die endgültig klingenden Worte aussprach: „Heldt wird es nicht.“

So ist es kaum überraschend, dass die Kölner Sportseite geissblog.koeln zu folgendem Fazit kommt: „Hat Schumacher mit seinen Aussagen den Heldt-Deal ruiniert? Die FC-Bosse wollten sich am Sonntagabend nicht mehr äußern, weder zur Causa Heldt noch zur Trainerfrage um Peter Stöger. Doch gerade Geschäftsführer Alexander Wehrle dürfte stinksauer auf den Vize-Präsidenten sein, der sich einmal mehr verbal vergaloppiert hat.“

Und weiter: „Der 1. FC Köln hat nun gleich zwei Probleme. Einerseits hat sich wohl der Heldt-Deal zerschlagen. Die Suche nach einem Sportchef geht weiter. Anderseits werfen die Aussagen Schumachers ein schlechtes Bild auf den Gesamtzustand der Geissböcke in diesen Tagen. Statt die Heldt-Verhandlungen im stillen Kämmerlein zu führen, ließen sich die Kölner auf ein Spiel mit der Öffentlichkeit ein und haben es nun offenbar verloren.“

Quellen: geissblog.koeln/2017/11/niveaulos-hat-schumacher-den-heldt-deal-ruiniert/ sowie reviersport.de/363225—mega-zoff-um-heldt-schumacher-veraergert-hannover-boss-kind.html 

1 Kommentar

  1. alleine seine oberschlaue Besserwisserart sonntag beim doppelpass hat gereicht das Deutschland live gesehen hat was für ein Idiot Schumacher ist 😀

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