Brandrede eines 96-Fans: Pfiffe gegen eigene Mannschaft sind ein Unding!

Gute Stimmung? Bei Heimspielen nur in der Nordkurve eine Selbstverständlichkeit. Zuletzt gab es Pfiffe von der Westtribüne gegen die eigene Mannschaft. Fans wie Timo Runge fordern: Das muss aufhören - gerade vor der alles entscheidenden Partie gegen Stuttgart. Foto: Getty Images

Pfiffe der eigenen Anhänger gegen das 96-Team – und das trotz des Sieges von Hannover 96 zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf (1:0). Sicherlich, das 1:0 war spielerisch dürftig, nichtsdestotrotz waren es wichtige drei Punkte.

Auch nach dem jüngsten Sieg gegen Heidenheim (2:0), der spielerisch überzeugend und hochverdient war, gab es einiges an Kritik von 96-Zuschauern in den sozialen Medien: Hannover-Anhänger ärgerten sich, dass das 96-Team die schwache Leistung der Heidenheimer nicht noch weiter genutzt hat, um das Torverhältnis zu verbessern.

Timo Runge, langjähriger Hannover 96-Fan aus Hildesheim, empfindet die ständige Nörgelei als nicht gerechtfertigt – und wendet sich mit ehrlichen, lesenswerten Worten an die Anhängerschaft von Hannover 96:

Hannover 96-Fan Timo Runge fordert alle Anhänger zu leidenschaftlichem Support auf.

„Ich kann es nicht mehr hören. Gegen Düsseldorf führen wir zur Halbzeit – und ein nicht unwesentlich großer Teil der Zuschauer fängt an zu pfeifen. Wir gewinnen 2:0 gegen Heidenheim – und wieder fangen diese Leute an zu meckern, dass in Halbzeit zwei nicht 150 Prozent gegeben wird.

Wir haben das achte Mal in den letzten neun Spielen zu null gespielt. Kein Spieler fehlt nächste Woche gesperrt gegen den VfB Stuttgart. Philipp Tschauner spielt mit extrem breiter Brust trotz der ganzen sinnlosen Spekulationen um die Neuverpflichtung eines Torwarts. Martin Harnik hat sich brutales Selbstvertrauen für das Spiel gegen seinen Ex-Club geholt. Jeder Mannschaftsteil ist richtig gut drauf. Selbst Felix Klaus, den ich eigentlich schon gar nicht mehr auf die Bank setzen würde, war richtig gut gestern.

Und trotzdem ist es für einige sogenannte Fans nicht akzeptabel, dass wir Heidenheim „nicht mit 6:0 aus ihrem Stadion schießen“. Ich kann es nicht mehr hören!

Sonntag gegen Stuttgart wird es sich entscheiden. Jeder, der im Stadion ist, sollte sich klar machen, dass die Stimmung und der Zuspruch für die Mannschaft an diesem Tag am wichtigsten in der ganzen Saison sein wird.

Pfiffe bei Rückstand sind das Sinnloseste, was einem an diesem Tag einfallen kann. Ich werde auch da sein und ich wünsche mir nichts mehr als den VfB zu schlagen und wenigstens Platz zwei sicher zu haben. Dafür werde ich mein Bestes von der Tribüne aus geben, um danach hoffentlich feiern zu können!

Hört doch endlich mal auf, immer wegen allem und jedem zu meckern, vor allem, wenn wir wie gegen Düsseldorf und Heidenheim gewonnen haben!“

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3 Kommentare

    • Stimmt!!!

      Auch das kann ich überhaupt nicht mehr hören. 

      Ich bin seit fast 50 Jahren ein Roter und habe viel mit diesem Verein gelitten und erlebt.

      Was ich sagen kann ist, Martin Kind, war, und ist ein Glücksfall für diesen Verein. 

      Die Jungs aus der so genannten Fankurve haben keine Ahnung und sollten diesen "Kindergarten" ad acta legen. 

      Ja, manche Entscheidung war unglücklich, aber dieser Präsident steht so hinter diesem, unserem Verein, wie niemand zuvor.

      Utz Classen und Götz von was weiß ich, lassen grüßen. 

      Ohne ihn wären wir heute ein Verein irgendwo in den Tiefen des Amateurfußball. 

      Also, Chapeau Martin Kind und DANKE.

       Sie waren und sind die Lebensversicherung für diesen Verein. 

  1. Absolut. 

    Ich kann dem nur zu 300% zustimmen. 

    Als Hannoveraner, der seit 27 Jahren in Köln lebt, und fast alle Spiele auf Sky verfolgt, habe ich null Verständnis dafür. Auch ich habe mir bei so manchem Spiel die Haare gerauft, aber wir wollen doch alle wieder rauf. Unser HSV gehört in Sie erste Liga. Was soll die Pfeiferei?

    Ich hoffe, alle echten Roten stehen am Sonntag geschlossen hinter der Mannschaft, wie auch immer der Spieltstand ist. 

    Ich jedenfalls werde das tun, auch wenn der Effekt vor dem Bildschirm eher begrenzt ist.

    Also, 96 forever und nie mehr zweite Liga.

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