Sieg gegen Stuttgart: Hannover 96 ist so gut wie durch!

Nach dem Spiel gab es kein Halten mehr. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Hannover – Hallo und herzlich willkommen zu der 96. Spielminute hier bei 96Feunde.de. Am vergangenen Sonntag macht die Elf von Andre Breitenreiter einen großen Schritt in Richtung Aufstieg. Weil Ihr in etlichen Zeitungen, Foren, Blogs und Whatsappgruppen, alles gelesen habt, was es zu lesen gibt, fasse ich mich deutlich kürzer und verfasse einen kurzen taktisch angehauchten Kommentar zum Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart. Viel Spaß beim Lesen.

Konsequentes Angriffspressing

Hannover 96 konnte sich im ersten Durchgang einen Vorsprung gegenüber den Gästen in Sachen Abschlüsse und Schüsse aufs Tor erarbeiten. Sie konnten sich durch eine irre Intensität im Pressing eine dominierende Raumbeherrschung erarbeiten. Durch das gute absichernde Positionsspiel von Waldemar Anton und Edgar Prib, wurde den Kollegen ein weites Herausrücken ermöglicht. Beide vergaßen nicht, das Stuttgarter Aufbauspiel zu stören. Das wurde auch durch die Fortsetzung des „auch mal ins Angriffspressing gehen“ gut unterstützt. So wurde es den Außerverteidigern ermöglicht. auch mal in direkte Duelle zu gehen. Diese Ausrichtung wurde sonst seit Beginn der Breitenreiter-Ära eher vermieden.

Wenig Durchschlagskraft der Gäste

Als eine Ergänzung zum Verlauf vor dem Seitenwechsel lässt sich sagen, dass die etwas schwankende Spielzeit unterm Strich als 96-Überlegenheit beschrieben werden kann. Die Stuttgarter entwickelten weniger Offensivpower. Das lag daran, dass ihre Ballzirkulation ruhig und cool ablief, die Rollenverteilung in ihrem System aber ungelenk wirkten. Die Canstatter gingen daher auf Nummer sicher. Sie machten nicht breit auf und spielten generell defensiv sehr abgeklärt um auch wenig anzubieten. Im Aufbau positionierte sich neben dem tief steheden Rechtsverteidiger Pavard, einer der beiden Sechser in unmittelbarer Nähe zur Abwehr.

Hohe Laufbereitschaft der Breitenreiter-Elf

Während Gentner die Anzahl der offensiven Vorstöße ins letzte Drittel deutlich zurückschraubte, lenkte der VfB das Spielgerät oft auf die Flügel. So wollte sich der Gast an der Außenlinie festsetzen und im Kurzpassspiel durch die Halbräume wieder ins Zentrum vorspielen. Der nicht unbedingt durchschlagskräftige Klein musste aufgrund des guten Herüberrücken der 96er den Vorstoß abbrechen und den Ball erneut ins Zentrum zurückgeben. In einigen Spielsituationen wurde mit Maxim der Ballbesitz forciert, woraus der VfB allgemein wenig Gefahr entwickeln konnte. Durch die hohe Laufbereitschaft der Elf von Hannover 96, wurde die Mannschaft von Hannes Wolf zunehmend in ihren Defensivbereich gedrückt. Darauf reagierten die Gäste oftmals nur mit langen Bällen auf Terodde.

Fazit:

Durch den wichtigen Sieg des Hannoverschen Sportvereins von 1896 gegen die Jungs aus dem Schwabenländle, machen unsere Jungs einen großen Schritt in die richtige Richtung. Uns reicht ein Punkt, um die Rückkehr ins Oberhaus perfekt zu machen. Die beeindruckende Stimmung, von der auch Spieler der Stuttgarter schwärmten, riss die Mannschaft förmlich in einen Rausch der Emotionen. Jeder war bereit auf dem Feld nochmal 20 Prozent  draufzulegen um das in greifbarer Nähe liegende Ziel „ Wiederaufstieg“ zu erreichen. Waldemar Anton legte ein unglaubliches Spiel hin und wurde mit einer Einladung zur Europameisterschaft der u21-Nationalmannschaft belohnt. Meiner Ansicht nach war er der beste Feldspieler der Saison und hat sich den Aufstieg mehr als verdient.

Dank und Daumen drücken

Lasst uns in diesen schönen Tagen auch nicht die Arminia vergessen, die immer noch um den Klassenerhalt in der zweiten Liga kämpfen muss. Wir können uns gar nicht oft genug bei dem DSC aus Bielefeld bedanken, der die Nachbarn mit 6:0 nach Hause schickte. Daumen drücken für Sonntag ist angesagt.

 

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