Hannover 96: Horst Heldt fordert nach Ende des Stimmungsboykotts: „Beidseitiges Bekenntnis mit Leben füllen“

Heldt und Kind begrüßen Ende des Boykotts

Gefühlt lange her: Die 96-Mannschaft feiert mit ihren Fans. Seit dem Stimmungsboykott zeigte sich die Mannschaft von den 96-Fans schwer enttäuscht. Auch aus Enttäuschung feierte sie nach Heimspielen nicht mehr mit den Fans. Da wird sich nächste Saison jedoch hoffentlich wieder ändern! Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Hannover – Hannover 96 darf sich in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga wieder über die Unterstützung der eigenen Fans freuen. 

Hannover 96 darf sich in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga wieder über die Unterstützung der eigenen Fans freuen. Das beschloss eine Mehrheit beim Fanszenetreffen am Donnerstag. „Wir begrüßen die Entscheidung. Die Mannschaft hat diese Unterstützung verdient“, sagte Präsident Martin Kind auf Nachfrage auch gegenüber 96Freunde.de.

Auch Manager Horst Heldt zeigte sich erfreut: „Das ist ein wichtiger Schritt und genau das richtige Zeichen im Sinne des Klubs und für unsere Mannschaft“, sagte er und fügte hinzu: „Wir bleiben künftig alle gemeinsam in der Pflicht, das beidseitige Bekenntnis weiter mit Leben zu füllen.“

Am Donnerstag traf sich die 96-Fanszene zum neunten Mal im Chez Heinz. Wichtigster Programmpunkt: „Entscheidung über das Vorgehen“ in der neuen Saison. Das Resultat: Die stimmgewaltigen Fans wagen einen Neuanfang. Die 96-Fanszene hatte den Stimmungsboykott bei den Bundesligaspielen offiziell beendet. Auf dem 9. Fanszenetreffen im Chez Heinz in Hannover-Linden entschied sich eine deutliche Mehrheit dafür, ihre Mannschaft in der kommenden Saison stimmgewaltig zu unterstützen.

In den der Abstimmung vorangegangenen Wortmeldungen machte vor allem der Begriff „Neuanfang“ die Runde. So war das Ergebnis keine Überraschung. Es wurde dann auch gleich bewiesen, wie viel Lust man auf lautstarke Unterstützung im Stadion hat. Denn die Stimmen wurden nicht nur per Handzeichen abgegeben, sondern auch durch Lautstärke begleitet. Zumindest bei einer Antwortmöglichkeit. „Auf die Frage, ob der Boykott fortgesetzt werden soll, konnte ich keinen Laut vernehmen“, so ein Teilnehmer des Treffens. Dafür wurde es bei der Frage, ob der Boykott beendet werden soll, richtig laut.

Zuvor hatten Spieler, Trainer und Verantwortliche den Stimmungsboykott immer wieder kritisiert. Besonders der Ricklinger Niclas Füllkrug schoss scharf in Richtung der boykottierenden Fans. In einem Interview gegenüber 96Freunde sagte er: „Ich habe kein Verständnis für Fans, die schweigen. Das möchte ich an dieser Stelle ganz klar sagen.“

Zuletzt hatte André Breitenreiter mit einer Bitte an die Fans für Aufsehen gesorgt, als er sich genötigt sah, an die Fans zu appellieren: „Gefühlt haben wir 34 Auswärtsspiele bestritten. Wir sollten die Bundesliga nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Er fügte hinzu: „Das hat die Mannschaft nicht verdient.“ Die boykottierenden Fans hatten immer wieder betont, dass sich der Boykott nicht gegen die Mannschaft, sondern gegen den Vorstand um Martin Kind richte.

Es besteht die Hoffnung, dass nächste Saison wieder der Fußball im Niedersachsenstadion im Mittelpunkt steht.

(mit SID)

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