Handballer des Tages: Felipe von Hannover 96

Felipe (rechts) ist Handballer des Tages (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Das passiert auch nicht alle Tage. Der Brasilianer Felipe hatte beim Gastspiel von Hannover 96 bei Bayer Leverkusen offenbar die Sportart verwechselt.

Zweimal berührte der brasilianische Verteidiger mit der Hand den Ball, was zwei Verwarnungen und in der Summe eine Gelb-Rote Karte nach sich zog.

„Er ist untröstlich“, sagte Hannovers Manager Horst Heldt nach dem Abpfiff über den Gemütszustand des Verteidigers, der beinahe zum Matchwinner geworden wäre. In der 54. Minute war Felipe zum 2:1 erfolgreich, das bis Sekunden vor Schluss Bestand hatte, ehe Karim Bellarabi doch noch die Überzahl zum Ausgleich nutzen konnte.

Sein erstes Handspiel im eigenen Strafraum war für den Spielstand folgenlos geblieben, da Wendell den Strafstoß nicht verwerten konnte. Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied erst nach Sichtung der Video-Bilder auf Elfmeter. „Wo soll er denn mit seinem Arm hin?“, fragte anschließend Heldt, der seinem Pechvogel des Tages keinen Vorwurf machen wollte: „Das war einfach Pech.“ Auch das zweite Handspiel von Felipe beim Angriff der Leverkusener in der 57. Minute sah eher ungewollt aus.

Déjà-vu: Beim 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf in der Saison 2016/17 erzielte Felipe ebenfalls das Tor zur 2:1-Führung – und musste neun Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz. Diese kuriose Kombination wederholte sich nun gestern: Erst das Tor, dann der Platzverweis – dieses Mal lagen nur drei Minuten dazwischen.

Einzige tröstliche Erkenntnis für Felipe: Mit seinen beiden Handspielen verhinderte er möglicherweise zwei Gegentreffer. Der gut platzierte Freistoß in der 6. Minute kam mit gefährlicher Flughöhe aufs 96-Tor. Und beim Angriff der Leverkusener in der 57. Minute stand Hannovers Defensive ungeordnet – Bayers Stürmer wäre wohl durch gewesen.

Zum Glück konnte Michael Esser noch Lars Benders Distanzschuss in der Schlusssekunde verhindern, so dass es beim 2:2 blieb. Es war ein gebrauchter Tag für Felipe – aber wenigstens nahm Hannover 96 einen hart erkämpften Auswärtspunkt mit nach Hause.

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