Füllkrug euphorisch: „Wir können jeden weghauen“ – Heldt mahnt: „Ball flachhalten!“

Auch Artur Sobiech traf gegen Schalke. Hoffentlich gibt es bald wieder öfters Grund zum Jubeln - wie hier beim 2:2-Ausgleich gegen Eintracht Braunschweig. Foto: Getty

Falsche Bescheidenheit oder übertriebenes Selbstbewusstsein? Nach dem unerwarteten 3:1-Heimsieg gegen Schalke 04 (Testspiel in der hannoverschen HDI-Arena) schwankt Hannovers Team zwischen neuer Euphorie und alten Floskeln.

Der Ball lief rund auf dem neuen hannoverschen Rasen, die Tore für 96 erzielten Füllkrug, Prib und Sobiech. Niclas Füllkrug, der an allen drei Toren beteiligt war, war kaum vor Euphorie zu bremsen. Gegenüber dem kicker sagte er:

„Wir können zuhause nicht nur jeden Gegner schlagen, sondern auch weghauen.“

Man kann es Füllkrug kaum verübeln – es muss sich viel Frust bei dem 24-jährigen Neuzugang angesammelt haben. Anfang der Saison bekam er viele Einsatzchancen von Coach Daniel Stendel, wurde zwischenzeitlich von einer Verletzung ausgebremst. Ihm gelang erst am 13. Spieltag beim 2:0 gegen Erzgebirge Aue ein Tor.

Doch da hatten sich längst Martin Harnik und Kenan Karaman im Sturm festgespielt. Füllkrug blieb Nummer 3 in der Stürmerhierarchie – daran änderte auch eine gute Vorbereitung in der Winterpause nichts.

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7.000 Zuschauer sahen gestern das 3:1 gegen Schalke 04. Foto: Magnus Weidke

Doch Füllkrug blieb genug Profi, um nicht zu meutern: Er kämpfte auch nach seiner Einwechslung beim 0:0 gegen St. Pauli mit Vehemenz und brachte neuen Schwung in das Spiel von 96. Fast hätte er nach einem langen Ball das 1:0 erzielt und damit wahrscheinlich Stendels Job gesichert.

Jetzt werden die Karten unter Breitenreiter neu gemischt. Karaman fehlt die nächsten Spiele verletzt – und Füllkrug sieht seine Startelf-Chance. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Schalke stehen die Chancen gut, dass er gegen Union Berlin von Beginn an ran darf.

Doch trotzdem sollte man das 3:1 gegen Schalke nicht überbewerten. Die Gelsenkirchener traten mit einer B-Elf an – das konnte man schon daran erkennen, dass viele von ihnen mit Rückennummern über „40“ antraten.

Horst Heldt mahnte deshalb und betonte, dass man den Ball flachhalten müsse. Gleichzeitig fand Heldt gegenüber dem kicker anerkennende Worte für Stendels Arbeit als Trainer: „Es ist erfreulich zu sehen, dass die Abläufe in der Mannschaft funktionieren.“

 

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