3 Tore gegen Bielefeld – doch die Choreo war das schönste am Spiel

„Wir waren schon mal in Europa, das weiß jeder ganz genau! Schlachtenbummler aus Hannover, kämpfen für den HSV!“ Der neue Fangesang der 96-Anhänger sorgt für bessere Stimmung als das Spiel auf dem Rasen. 

Der Reihe nach. 3:3 gegen Arminia Bielefeld: Das ist zwar ein schönes Ergebnis für die langjährige Fanfreundschaft zwischen Hannover 96 und den Westfalen.

Für die Mission Aufstieg ist es jedoch enttäuschend.

Dabei hätte sich Hannover 96 über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Während die Spieler gegen Dynamo Dresden (0:2) vergangenen Sonntag noch kampfstark und leistungsbereit waren, passte dieses Mal gar nichts zusammen.

Das muss man auch gar nicht an einzelnen Spielern festmachen.

Weder an Iver Fossum, der als Rechtsverteidiger eine absolute Fehlbesetzung war, noch an dem bemitleidenswerten Niclas Füllkrug, der zum wiederholten Male blass blieb, und auch nicht an Torwart Philipp Tschauner, der nach seinen Glanzleistungen in den letzten Spielen dieses Mal sich einen bösen Fehler leistete, als er einen 30-Meter-Schuss nicht festhalten konnte (3:2 für Bielefeld).

Neuzugang Stefan Strandberg kann man da noch fast lobend hervorheben:

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Eine tolle Choreo vor Anpfiff! Die Fankurve von Hannover 96 in schwarz-weiß-grün; daneben die Farben von Arminia Bielefeld schwarz-weiß-blau. Foto: Magnus Weidke

Er verschuldete zwar den Elfmeter zum 1:0 für Arminia Bielefeld und wirkte in den ersten Minuten sehr wackelig, brachte sich aber mehrfach stark in der Offensive ein.

In der 45. Minute war es Strandberg, der den Anschlusstreffer zum 2:1 einleitete (Eigentor von Bielefelds Sebastian Schuppan, nachdem das Leder von Strandbergs Wade an seine Schulter gesprungen war).

Oder, wie es ein mitgereister 96-Fan trocken auf den Punkt brachte:



„Erste Hälfte 6, defensiv wie offensiv. Zweite Hälfte dann ok.“

In der Tat:

Daniel Stendels Kabinenpredigt schien Wirkung gezeigt zu haben. In Halbzeit zwei war Hannover hinten etwas strukturierter und brachte vorne mehr Aggressivität ein, ohne aber zu Großchancen zu kommen.

Bezeichnend, dass Karaman den Ausgleich nach einer Albornoz-Ecke besorgte und das 3:3 wieder durch ein Eigentor von Pechvogel Sebastian Schuppan fiel (91., nach Hereingabe von Fossum).

Was bleibt unterm Strich? Drei Erkenntnisse:



 

1. Wenn die Defensive so weitermacht und die Offensive immer mal wieder einen schlechten Tag wie gegen Dresden oder Bielefeld erwischt, wird es schwer, sich auf den vorderen Plätzen der Tabelle festzubeißen.

2. Eine erfahrener Abwehr-Recke wie Christian Schulz fehlt an allen Ecken.

3. Die Fans sind erstklassig. Wirklich. Mit was für einer positiven Energie sie ihre Mannschaft anfeuern, nach vorne peitschen und nach dem Spiel trotz mäßiger Leistung bejubeln, ist herausragend. Kein Wunder, dass Felix Klaus da gerne sein Trikot verschenkt.

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