Es muss ja nicht immer Bundesliga sein: Darum ist bei H96 gegen SVW immer Spektakel geboten

Hannover 96 und Werder Bremen haben eine gemeinsame Historie von spannenden Spielen, auch im DFB-Pokal. Vielleicht erleben die Spieler, die hier noch 2016 als Junioren in Berlin Sieger waren, auch irgendwann solche Geschichten.
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Hannover 96 gegen den SV Werder Bremen – das waren nicht nur in der Bundesliga oft genug spektakuläre Spiele wie ein 4:3-Sieg im Jahr 2007 oder ein 4:4 fünf Saisons zuvor. Die beiden Vereine standen sich auch im DFB-Pokal gegenüber. Und wenn man an Duelle in diesem Wettbewerb denkt, fällt einem sofort welches Spiel ein? Genau, das Zweitrundenspiel im Jahr 1980. Diese Partie sorgte nämlich für einen verrückten Verlauf, noch weit bevor zwölf Jahre später die „Roten“ das Pokalhalbfinale gegen den SVW im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnten.

Wenn man sich vor allem die irre Verlängerung an jenem 3. Oktober 1980 anschaut, dann wird klar: Es wäre fahrlässig, bei Erzählungen über Pokal-Krimis immer nur an die Begegnung von 1992 zu denken – auch wenn dieses Spiel wegen des späteren DFB-Pokaltriumphs der Hannoveraner zum 96-Basiswissen zählt.

Besonders an der Partie ist nicht nur der Endstand und die wahnsinnige Zusatzspielzeit mit sechs Toren, sondern die Tatsache, dass sich beide Mannschaften damals als Zweitligisten begegneten. Die Bremer waren am 24. Mai 1980 aus der Bundesliga abgestiegen. Das Gründungsmitglied dieser Spielklasse musste in der Saison 1980/1981 eine Ehrenrunde im Unterhaus drehen – es blieb das einzige Jahr in der Werder-Historie.

Eine Ehrenrunde mussten die Bremer auch in diesem Pokalduell gegen Hannover drehen. Denn nach einem 5:5 nach Verlängerung gab es 25 Tage später das Wiederholungsspiel an der Weser, Elfmeterschießen zur Entscheidung des ersten Spiels sah das Regelwerk damals noch nicht vor. Diese Partie gewann Werder mit 1:0 durch ein Tor von Benno Möhlmann (84.) – völlig schmucklos, aber das erste Duell im Niedersachenstadion wäre ohnehin nicht zu toppen gewesen.

Die Gastgeber führten beim ersten Spiel nach Toren von Dieter Schatzschneider (12./Elfmeter) und Bernd Dierßen (18.) schnell mit 2:0. Möhlmann (19.) und Klaus Fichtel (64.) glichen aus. In der Verlängerung geriet die Begegnung vor 11.200 Zuschauern zum Spektakel. Erwin Kostedde (92.) und Jonny Otten (109.) brachten die Bremer in Front, Karl-Heinz Mrosko (107.) und Schatzschneider (114.) glichen jeweils zum 3:3 und 4:4 aus. Und nach einem erneuten Treffer von Dierßen (117.) sahen die 96er bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Uwe Reinders (120.) den 5:5-Endstand herstellte.

Wenn morgen Abend ab 20.30 Uhr in der HDI Arena erneut Hannover 96 auf den SV Werder Bremen trifft, geht es zwar nicht um Ruhm und Ehre im DFB-Pokal, sondern um wichtige Punkte in der Bundesliga. Dennoch: Bei dieser Paarung ist vor allem bei Spielen in Hannover immer für Spektakel gesorgt.

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